Trotz des schmerzhaften fünften Platzes von der Tokio-Olympiasiegerin feierten die deutschen Leichtathleten einen starken Abschluss einer großartigen EM in Birmingham – so stark wie in England hatte das DLV-Team seit 28 Jahren nicht mehr bei Europameisterschaften abgeschnitten.

Neben Gold für Ruppert und Bronze für seinen Hindernis-Kollegen Karl Bebendorf gab es am Schlusstag der Titelkämpfe überraschend Silber für Speerwerferin Julia Ulbricht und die Mixed-Sprintstaffel um Gina Lückenkemper. Am Morgen hatte schon Marathonläufer Amanal Petros souverän Gold gewonnen. Es war das beste deutsche EM-Ergebnis seit Budapest 1998, als Stars wie Heike Drechsler, Grit Breuer und Lars Riedel 23 Medaillen (8-7-8) einfuhren.

Einen Wermutstropfen gibt es allerdings. So könnten die beiden Medaillen von Sprinter Owen Ansah nachträglich noch annulliert werden. gegen den deutschen Leichtathleten läuft ein Verfahren wegen eines verpassten Dopingtests im Vorfeld der EM. Sollte Ansah gesperrt und ihm die Medaillen aberkannt werden, würde Deutschland mit 5 statt 6 Goldmedaillen gewertet werden. Auf die Reihenfolge im Medaillenspiegel hätte dies jedoch keine Auswirkungen, da der Viertplatzierte Niederlande weniger Silbermedaillen (3) gesammelt hat als Deutschland (10).

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