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Home » So gefährlich sind 1 Prozent Kosten für die Rente
Wirtschaft

So gefährlich sind 1 Prozent Kosten für die Rente

By zeit-heute.deApril 7, 20262 Mins Read
So gefährlich sind 1 Prozent Kosten für die Rente
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Neue Altersvorsorge

Wer hier nicht aufpasst, schmälert seine Rente


Aktualisiert am 07.04.2026 – 16:32 UhrLesedauer: 4 Min.

Neue Altersvorsorge auf dem Weg: Doch wer nicht auf die Gebühren achtet, steht am Ende womöglich schlechter da als ohne Förderung.Vergrößern des Bildes

Neue Altersvorsorge auf dem Weg: Doch wer nicht auf die Gebühren achtet, steht am Ende womöglich schlechter da als ohne Förderung. (Quelle: Vilin Visuals/getty-images-bilder)

Mehr Geld vom Staat fürs Alter? Klingt gut, kann aber nach hinten losgehen. Warum Gebühren von einem Prozent Sparer Tausende Euro kosten können.

Der zunächst geplante Kostendeckel von 1,5 Prozent pro Jahr sank daher kurzfristig auf 1,0 Prozent. Mehr jährliche Gebühren dürfen die sogenannten Standardprodukte nicht verursachen, die Banken, Neobroker und Versicherungen für jene Sparer anbieten müssen, die sich nicht zutrauen, selbst eines der neuen Altersvorsorgedepots mit ETFs oder Fonds zu bestücken. Stimmt auch der Bundesrat zu, können Sparer ab Januar 2027 auf diese neue Art fürs Alter vorsorgen. Doch wer sich für die Standardvariante entscheidet, ist auch mit dem niedrigeren Kostendeckel keineswegs auf der sicheren Seite.

Wird der gesetzliche Deckel nämlich voll ausgereizt, können Sie mit dem geförderten Altersvorsorgedepot sogar schlechter abschneiden als mit einem kostenfreien Depot ganz ohne jede staatlichen Zulagen und Steuervorteile. Kostet das geförderte Sparen hingegen ebenfalls nichts, winkt bis zur Rente deutlich mehr Geld als ohne die staatlichen Zuschüsse. Das zeigen Modellrechnungen des Vergleichsportals Verivox.

Rund 496.000 Euro Vermögen könnte ein heute 25-jähriger Sparer bis zum Rentenbeginn mit 67 Jahren ansparen, wenn er jeden Monat 150 Euro in einen ETF-Sparplan mit 7,5 Prozent Jahresrendite investiert. Voraussetzung ist, dass für den Sparplan ein Wertpapierdepot ohne jährliche Gebühren verwendet wird, bei dem auch die monatlichen Sparplanausführungen kostenfrei sind.

Bei einer Anlage im neuen geförderten Altersvorsorgedepot könnten die monatlichen Sparbeträge durch die staatlichen Zuschüsse noch 45 Euro höher ausfallen. Ohne Berücksichtigung jedweder Kosten beliefe sich der Depotwert bei Rentenbeginn in diesem Fall auf rund 645.000 Euro. Durch die staatlichen Zuschüsse hätten Anleger 149.000 Euro mehr als beim Sparen ohne Förderung.

Ein heute 45-Jähriger käme beim Sparplan ohne Förderung bis zur Rente auf rund 98.000 Euro. Dank der staatlichen Zuschüsse könnte zu Beginn des Ruhestands mit 67 Jahren ein Vermögen von 127.000 Euro zu Buche stehen.

Entscheiden sich Sparer allerdings für ein Produkt mit jährlichen Kosten in Höhe von einem Prozent, schmälert das die Rente erheblich. Ein 45-Jähriger hätte am Ende nur noch rund 111.000 Euro. Fast 17.000 Euro würden allein für die Gebühren draufgehen.

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