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Home » So erkennen Sie Fälschungen im Alltag
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So erkennen Sie Fälschungen im Alltag

Von zeit-heute.deJanuar 28, 20263 Min Gelesen
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So erkennen Sie Fälschungen im Alltag

Täuschend echt

Wie man KI-Fälschungen im Alltag (noch) erkennt


28.01.2026 – 02:50 UhrLesedauer: 5 Min.

Ein Paar schaut sich ein KI-Video an. Doch der Schein trügt: Auch die Personen selbst wurden komplett von einer Künstlichen Intelligenz generiert.Vergrößern des Bildes

Ein Paar betrachtet ein KI-Video: Der Schein trügt, denn dieses gesamte Bild inklusive der erwachsenen Personen wurde komplett von einer Künstlichen Intelligenz erzeugt. (Quelle: KI generiert)

Ein weinender Soldat, ein Streit im Supermarkt, ein Säugling, der Hunde kommandiert. Wie Täuschung heute funktioniert – und woran sie sich im Alltag oft noch erkennen lässt.

KI-generierte Bilder und Videos finden sich in sozialen Netzwerken längst zuhauf: Das Fachportal „SQ Magazine“ berichtet, dass inzwischen einundsiebzig Prozent der dort geteilten Bilder mithilfe von Künstlicher Intelligenz erzeugt oder bearbeitet werden. Die meisten Menschen erkennen jedoch nicht, dass es sich dabei um künstlich erstellte Inhalte handelt.

Das liegt oft daran, dass keine spektakulären Ereignisse gezeigt werden, sondern scheinbar harmlose Alltagssituationen: ein Katzenbaby, das ungewöhnliche Kunststücke vollführt, eine hitzige Diskussion an der Supermarktkasse oder ein Kind, das Erwachsene belehrt. Andere Clips zeigen politische Szenen, die reale Ereignisse imitieren oder infrage stellen sollen. In beiden Fällen wirken die Bilder vertraut – und gerade deshalb glaubwürdig.

In fast allen Fällen setzen die Clips auf Emotionen. Wut, Rührung oder Empörung verdrängen die Frage, wer den Inhalt erstellt hat und zu welchem Zweck. In den Kommentarspalten geht es dann nicht um die Echtheit, sondern um Moral, Anstand oder politische Haltung. Frei erfundene Szenen führen so zu realen Debatten.

t-online zeigt anhand von Beispielen, warum diese Clips und Fotos so gut funktionieren – und woran sie sich dennoch erkennen lassen.

Ein weiteres Warnsignal ist die Quelle selbst: Stammt das Video oder Bild von einer bekannten, überprüfbaren Person oder Redaktion – oder von einem anonymen Account ohne Impressum, Einordnung oder klare Verantwortung? Je emotionaler der Inhalt, desto wichtiger ist die Frage, wer ihn verbreitet und warum.

Ein Clip zeigt ein schreiendes Kind im Eingangsbereich eines Supermarkts. Eine ältere Frau tritt hinzu, es entsteht Streit über den Umgang der Mutter mit dem Kind. Der Clip erreicht rund hunderttausend Nutzer – und wird kommentiert, als sei eine reale Situation gefilmt worden.

Gerade weil die Szene so alltäglich wirkt, schauen viele nicht genau hin. Dabei gibt es mehrere Hinweise, die gegen einen echten Mitschnitt sprechen: Nahezu alle Beteiligten blicken auffällig starr in dieselbe Richtung – auch Menschen im Hintergrund reagieren kaum auf den eskalierenden Konflikt. Bewegungen wirken überzeichnet, Personen verharren unnatürlich. Ein Mann schiebt eine ungewöhnlich große Anzahl an Einkaufswagen durch einen engen Durchgang. Hinter der Glasfassade ist ein inkonsistentes Verkehrsbild zu sehen: Eine Bahn verschwindet abrupt, eine Person bewegt sich rückwärts und ist im nächsten Moment nicht mehr zu erkennen.

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