
„Lasst doch einmal irgendwas …“
Deutscher wütend: Emotionale Geste für Kumpel verboten
Aktualisiert am 16.02.2026 – 13:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Bei den Olympischen Winterspielen darf Linus Straßer einen Freund nach dessen letztem Rennen nicht im Zielraum empfangen. Der Deutsche zeigt dafür wenig Verständnis.
Skirennfahrer Linus Straßer hat nach dem ersten Slalom-Durchgang bei den Olympischen Winterspielen die strengen Regeln der Organisatoren scharf kritisiert. Er war zuvor von einem Offiziellen abgehalten worden, seinen Freund AJ Ginnis bei dessen letztem Rennen im Zielraum zu empfangen.
„Das ist typisch Olympia, oder?“, sagte der Deutsche. „Lasst doch einmal irgendwas … aber gut, alles für die Show, für die sterile.“ Im alpinen Skisport ist es Brauch, dass Athleten nach ihren letzten Fahrten von Rivalen und Weggefährten im Ziel begrüßt werden.
Der Grieche Ginnis, 2023 sensationeller Vizeweltmeister im Slalom, konnte wegen einer schweren Knöchelverletzung seit zwei Jahren kaum Ski fahren. Zuvor hatte er bereits die Olympischen Spiele 2018 und 2022 aufgrund von Blessuren verpasst. Bei den diesjährigen Wettbewerben wollte er es aber noch einmal probieren.
Die Schmerzen durch die Verletzung waren für Ginnis im Training aber zu groß. „Komplikationen bei der letzten Operation machen es unmöglich, dass ich auf dem Level fahren kann, den der Sport verlangt. Das ist die Realität“, schrieb er bei Instagram. Straßer schilderte eine bewegende Begegnung mit seinem Freund: „Ich habe ihn beim Einstieg in die Gondel getroffen, er war völlig aufgelöst. Da hat dann auch so ein starker Typ eine Umarmung nötig gehabt.“
Für seinen Abschied fuhr Ginnis noch aus dem Starthaus, rutschte dann aber neben den Toren in Richtung Ziel und winkte zum Abschied. Straßer konnte seinen Freund unten dann auch umarmen – allerdings erst im Bereich neben dem Zielraum.










