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Home » Sind Blitzer-Warn-Apps hilfreich oder problematisch?
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Sind Blitzer-Warn-Apps hilfreich oder problematisch?

By zeit-heute.deAugust 14, 20263 Mins Read
Sind Blitzer-Warn-Apps hilfreich oder problematisch?
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Umstrittene Helfer

Was Sie über Blitzer-Warner wissen sollten

Aktualisiert am 03.08.2026Lesedauer: 3 Min.

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Links eine aktive Blitzer-Warnapp auf dem Smartphone, rechts daneben ein Radar-Messgerät. (Quelle: Lino Mirgeler/dpa/dpa-tmn./dpa)

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Wer zu schnell fährt und geblitzt wird, muss Strafe zahlen. Manche Autofahrer greifen deshalb zu Apps oder Geräten die vor einer Radarfalle warnen sollen. Doch Vorsicht – in den meisten Fällen ist die Nutzung verboten.

Ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit genügt: Ruht der Blick etwa auf dem Radio statt auf der Tachonadel, oder hat man einfach ein Schild übersehen, kann es schon im nächsten Moment einmal kurz rötlich aufblitzen.

Messstationen zur Geschwindigkeitsüberwachung, so heißen Blitzer in Amtsdeutsch, sind da gnadenlos. Sie unterscheiden nicht zwischen Rasern und denen, die eigentlich immer angepasst fahren, aber vielleicht für einen Moment abgelenkt oder unaufmerksam waren. Jeder Geschwindigkeitsverstoß wird geahndet.

Wie dem auch sei: Es gibt Autofahrerinnen und Autofahrer, die versuchen, sich mit technischer Hilfe vor Blitzern zu schützen. Zum Einsatz kommen entweder sogenannte Blitzer-Warngeräte oder Blitzer-Apps fürs Smartphones.

Jammer und Detektoren

Kleine Warngeräte kosten im Internet kaum mehr als 50 Euro. Peter Schmitz vom Computer-Fachmagazin „c’t“ unterscheidet zwischen Störgeräten (Jammer) und Warngeräten auf Detektor- sowie auf GPS-Grundlage mit Datenbank. „Die Jammer verhindern eine gültige Messung, indem sie die Signale der Radar-Messung stören“, erklärt Schmitz. Detektoren reagieren auf die Wellen von Radar- oder Lidar-Messgeräten, würden aber auch bei Weidezäunen und vor Bahnübergängen gelegentlich ausschlagen.

„Die einfacheren und heute am meisten verbreiteten Geräte hingegen arbeiten nur auf Grundlage einer GPS-Positionserkennung und greifen auf eine Datenbank von Blitzerstandorten zurück“, sagt Schmitz. Zudem gebe es Kombigeräte, die Wellendetektor und Positionserkennung verbinden. Auch wenn Kauf und Besitz der Geräte in Deutschland erlaubt sind, steht für den Experten fest: Sie dürfen nicht während der Fahrt betrieben werden.

Populäre Apps

Besonders populär seien heute Blitzer-Apps fürs Smartphone oder fürs eingebaute Auto-Navigationssystem, sagt Schmitz. „Das Herunterladen und Installieren von Apps wie Blitzer.de, Radarbot oder Waze ist legal.“ Die Apps ermitteln wie die einfachen GPS-Warngeräte die Fahrzeugposition über GPS, greifen auf eine Koordinaten-Datenbank im Internet zurück und warnen vor bekannten Blitzerstandorten.

„Die müssen natürlich in der Datenbank eingetragen sein“, sagt Schmitz. In Deutschland messen rund 4500 stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen den Verkehr. Dazu kommen noch mobile Stationen sowie Radarpistolen bei Polizeikontrollen.

Autofahrerinnen und Autofahrer dürfen sich in solchen Apps ihre Strecke vor der Fahrt, und nur dann, anschauen, und sich eventuelle Blitzer merken, erklärt Peter Schmitz. „Das ist legal und erlaubt.“

Anders auch hier, wenn man unterwegs ist: „Autofahrer dürfen während der Fahrt keine Warn-Apps auf ihrem Smartphone oder Blitzer-Warner benutzen“, sagt Uwe Lenhart, Fachanwalt für Straf- und Verkehrsrecht in Frankfurt am Main. Denn laut Paragraph 23 Straßenverkehrsordnung (StVO) darf ein Fahrzeugführer kein technisches Gerät betreiben oder betriebsbereit mitführen, das dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Das gilt auch für Beifahrer, wie das Oberlandesgericht Karlsruhe (AZ 2 ORbs 35 Ss 9/23) entschieden hat.

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