Phishing via Messenger-App
Konto von Julia Klöckner gehackt – wohl auch Chat mit Merz betroffen
Aktualisiert am 22.04.2026 – 17:33 UhrLesedauer: 1 Min.
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ist Opfer eines Phishing-Angriffs geworden. Nun könnten auch interne Chats des CDU-Präsidiums kompromittiert sein.
Das „Signal“-Konto von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner ist gehackt worden. Das berichtet der „Spiegel“. Demnach sei Klöckners Account bei einem Phishing-Angriff „erfolgreich kompromittiert“ worden. Die Angriffswelle läuft seit Monaten – Geheimdienste machen Russland verantwortlich. Die Bundestagspräsidentin bekleidet das zweithöchste Amt im Staat.
Klöckner ist bei „Signal“ auch Teil einer Chatgruppe des CDU-Präsidiums, dessen Inhalte die Hacker nun wohl seit dem erfolgreichen Phishing-Angriff auslesen können. Merz sei persönlich von Mitarbeitern des Verfassungsschutzes aufgesucht worden. Anders als bei Klöckner habe es auf seinem Handy aber bislang keine Auffälligkeiten gegeben. Die Bundesregierung und der Verfassungsschutz hätten den Vorgang bisher nicht bestätigt, so der „Spiegel“.
Das Magazin berichtet auch über eine Warnung der Verfassungsschützer, die davon ausgehen, „dass zahlreiche Signal-Gruppen im parlamentarischen Raum derzeit von den Angreifern nahezu unbemerkt ausgelesen werden“ – darunter „zahlreiche hochrangige Betroffenheiten“. Man gehe von einer „deutlich höheren Dunkelziffer“ aus.
Bei Phishing handelt es sich um eine Betrugsmasche, bei der die Betrüger gefälschte Mails, Webseiten oder Nachrichten nutzen. Interagiert das Opfer, werden sensible Daten abgegriffen. Das können beispielsweise Passwörter oder Kreditkarteninformationen. Mit den so abgegriffenen Daten versuchen die Täter anschließend, sich Zugang zu Bankkonten, Mail-Accounts oder möglicherweise sensiblen oder geheimen Informationen zu verschaffen.
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