
Wie 1956
Kommt sibirische Kaltluft? Experte hält es für möglich
Aktualisiert am 17.01.2026 – 22:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Dreht der Winter noch einmal richtig auf? Ein Experte hält das für möglich – und fühlt sich gar an 1956 erinnert. Damals wurden in Franken -30,1 Grad gemessen.
Das Wetter hat sich nach turbulenten Tagen mit Schnee, Glätte und teils klirrender Kälte in Franken beruhigt. War es das mit dem Winter in Franken? Laut den Prognosen nicht. Der lokale Experte Stefan Ochs, der in Franken als „Wetterochs“ bekannt ist, hält gar einen Rekordwinter mit sibirischer Kaltluft für möglich.
Die aktuellen Prognosen hätten eine gewisse Ähnlichkeit mit der Wetterlage Ende Januar 1956, sagt der Wetterexperte. Der Februar war 1956 vielerorts der kälteste Monat seit Beginn der Aufzeichnungen. Damals war es in Deutschland rund zehn Grad kälter als im langjährigen Mittel, berichtet das Fachportal „Kachelmannwetter“.
In rund 1.300 und 1.400 Metern Höhe breitete sich demnach bereits Anfang Februar eine Kaltluftblase mit Tiefstwerten unter minus 25 Grad aus. Noch schlimmer kam es laut „Kachelmannwetter“ am 9. Februar 1956. Damals wurden in Bamberg minus 30,1 Grad gemessen.
Doch zunächst einmal spürt man davon in Nürnberg und der Region nichts. Am Wochenende soll es mit eher gewöhnlichem Winterwetter weitergehen. So erwartet der „Wetterochs“ für Freitag überwiegend sonniges und am Samstag sowie Sonntag eher trübes Wetter in der Region. Bei Höchstwerten zwischen plus zwei und plus sechs Grad.
Das Portal „wetter.com“ bestätigt die Vorhersage des regionalen Experten im Wesentlichen: Für Freitag prognostiziert das Portal in der Innenstadt von Nürnberg sieben Grad, am Samstag und Sonntag dann jeweils drei Grad.
Auch in der kommenden Woche geht es erst einmal unspektakulär weiter. Der „Wetterochs“ sagt von Montag bis Donnerstag wechselnd bewölktes Wetter mit zeitweiligem Sonnenschein vorher. Die Tageshöchstwerte liegen demnach knapp über null Grad, nachts soll es frostig werden.
Ein Temperatursturz könnte dann in der zweiten Wochenhälfte folgen. Dann stößt nämlich laut „Wetterochs“ die sibirische Kaltluft nach Skandinavien und Russland vor. Ob die auch Deutschland – und Franken – erreichen wird, sei unklar, sagt der „Wetterochs“. Allerdings bestehe ein „gewisses Potenzial“ für „extrem kaltes Wetter Ende Januar, Anfang Februar.“











