Felor Badenberg
Plagiatsjäger erhebt schwere Vorwürfe gegen Berliner Senatorin
20.08.2026 – 03:41 UhrLesedauer: 1 Min.
In Berlins Senat häufen sich die Plagiatsfälle. Nun soll auch die Dissertation der Justizsenatorin zahlreiche fragwürdige Passagen enthalten.
Berlins Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) steht wegen ihrer Doktorarbeit in der Kritik. Der österreichische Plagiatsjäger Stefan Weber wirft ihr in einem Gutachten 83 problematische Textstellen vor, die zunächst durch das rechte Portal Nius öffentlich wurden. Badenberg hatte ihre juristische Arbeit zum Recht von Kindern auf Kenntnis der eigenen Abstammung 2005 an der Universität zu Köln eingereicht.
Laut Gutachten finden sich zahlreiche Textstellen, die nahezu wortgleich aus älteren Publikationen stammen sollen – darunter bereits ein Satz aus der Einleitung sowie der private Dank an die Familie im Vorwort. Dem „Tagesspiegel“ zufolge vergleicht Weber den Fall in seiner Schwere mit dem Plagiatsskandal um den früheren Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.
Plagiatsverdachtsfall um Badenberg nicht der erste in Berliner Politik
Badenberg weist die Vorwürfe zurück. „Die Dissertation wurde nach bestem Wissen und Gewissen angefertigt“, erklärte sie gegenüber „Tagesspiegel“ sowie „Berliner-Zeitung“ und ergänzte, sie habe die Universität Köln selbst um eine unabhängige und umfassende Prüfung gebeten; die Bewertung der einzelnen beanstandeten Stellen sei Teil dieses Verfahrens.
Es ist nicht der erste Plagiatsfall dieser Art in der Berliner Landespolitik: Der früheren Verkehrssenatorin Manja Schreiner (CDU) wurde der Doktortitel 2024 aberkannt, Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) verlor 2021 ihren.











