
Nach Kritik am Semperopernball
Dieses Jahr steigen andere Ballons am Theaterplatz auf
08.01.2026 – 18:06 UhrLesedauer: 1 Min.
259 Kilometer flog ein roter Heliumballon von Dresden bis hinter Magdeburg. Doch der Finder verzichtete auf seine Gewinnchance – aus einem besonderen Grund.
Nach dem Semperopernball 2025 entdeckte ein Schüler an der B1 bei Magdeburg einen roten Ballon mit angebrachter Postkarte. 259 Kilometer hatte der Heliumballon zurückgelegt – vom Dresdner Theaterplatz bis nach Sachsen-Anhalt.
In der Ballnacht ist es Tradition, dass hunderte rote Ballons in den Nachthimmel steigen. Wer eine der angehängten Karten findet und zurückschickt, kann Flaniertickets für den nächsten Semperopernball gewinnen.
Der Magdeburger Schüler aber verzichtete auf diese Chance – und überließ die Postkarte seiner Lehrerin, die großer Tanzfan sei. Die Lehrerin hatte Glück und gewann Tickets für den diesjährigen Semperopernball.
Doch die Tradition sorgt nicht nur für Freude: Vor allem im vergangenen Jahr hätten die Heliumballons für besonders viel Kritik gesorgt. 80 Prozent der Beschwerden zum Semperopernball 2025 hätten sich auf die Ballonaktion bezogen, sagte der Vorstandsvorsitzende Gerhard Müller am Donnerstag.
Der Grund: Ballons, die nicht gefunden werden, können zur Gefahr für Tiere und zur Belastung für die Umwelt werden. „Die Ballons werden für Nahrung gehalten, und die Tiere verenden an ihnen“, kritisierte eine Tierschützerin vergangenes Jahr.
Der Sponsor der Ballonaktion, die Feldschlösschen Brauerei, hat auf die Kritik reagiert, so Müller weiter.
In diesem Jahr bestünden die Ballons aus 100 Prozent Naturkautschuk und seien vollständig biologisch abbaubar. Statt Kunststoffbändern kämen Papierbänder mit Pappverschluss zum Einsatz.










