
Deutschlands größter Binnensee
Eisige Temperaturen lösen seltenes Naturschauspiel aus
Aktualisiert am 28.01.2026 – 10:30 UhrLesedauer: 2 Min.
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Auf der Müritz kommt es wegen der eisigen Temperaturen zu einem historischen Naturschauspiel. Auch die anderen Mecklenburger Oberseen sind von einer Eisdecke geschlossen.
Deutschlands größter Binnensee ist zugefroren. Wie das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) Elbe bestätigte, ist die Eisdecke auf der Müritz seit dem Wochenanfang geschlossen. Das Randeis habe, soweit messbar, eine Dicke von 20 bis 25 Zentimetern.
Vereinzelt gebe es momentan noch offene Stellen, wie ein Sprecher des WSA mitteilte. Sie würden weiter durch Wasservögel offen gehalten, die sich an den Stellen tummeln und nach Futter suchen.
Laut Amt ist die Müritz etwa 113 Quadratkilometer groß. Am nördlichen Ende, der sogenannten Binnenmüritz, ist der See an den tiefsten Stellen etwa 30 Meter tief. In den meisten Bereichen ist das Gewässer jedoch deutlich flacher.
„Das ist wirklich in den letzten Jahren selten passiert, gerade auch, dass die Müritz komplett zugefroren ist“, sagte Sebastian Paetsch, Präsident und Geschäftsführer vom Landesfischereiverband Mecklenburg-Vorpommern. Er zieht einen historischen Vergleich und erinnert an den Winter 1995/96. Damals sei das Eis auf dem See bis zu einem halben Meter dick gewesen. „Da hatten wir sogar so dickes Eis auf der Müritz, dass Leute mit dem Auto unterwegs waren.“
Damit sich eine geschlossene Eisdecke bildet, muss laut Oldenburg zunächst einmal die Wassertemperatur entsprechend sinken. Das dauert länger als bei der Lufttemperatur. Zudem sollte es „nicht unbedingt wahnsinnig windig“ und selbstverständlich auch frostig sein. Die Eisdecke wachse zudem schneller, wenn kein isolierender Schnee auf ihr liege.










