Erstmals seit zehn Jahren
Hellabrunn feiert seltene Geburt – weiteres Jungtier wird erwartet
03.07.2026 – 16:42 UhrLesedauer: 2 Min.
Mit der Geburt eines Przewalski-Hengstes gelingt dem Tierpark Hellabrunn ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz. Bereits in den nächsten Tagen wird ein weiteres Fohlen erwartet.
Große Freude im Tierpark Hellabrunn: Erstmals seit fast zehn Jahren ist im Münchner Zoo wieder ein Przewalski-Urwildpferd zur Welt gekommen. Das teilte der Tierpark am Freitag mit. Erst im vergangenen Sommer hatte der Tierpark einen Hengst aus dem Zoo im schottischen Edinburgh aufgenommen, der mit zwei Stuten Nachwuchs produzieren sollte.
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Mutter Bella und ihr Fohlen seien wohlauf, teilte der Tierpark mit. Der kleine Hengst entwickle sich prächtig. Lena Bockreiß, in Hellabrunn für Huftiere zuständige Kuratorin, erklärte: „Vor einem Jahr haben wir gehofft, dass unser neuer Hengst schon bald zum Erhalt dieser außergewöhnlichen Tierart beitragen wird. Dass wir nun das erste Przewalski-Fohlen seit zehn Jahren in Hellabrunn begrüßen dürfen, ist ein wertvoller Erfolg.“
Przewalski-Urwildpferde einst fast ausgestorben
Das Przewalski-Urwildpferd ist die letzte noch existierende echte Wildpferdart. In den 1960er-Jahren stand sie durch Lebensraumverlust, Einkreuzungen mit Hauspferden und Wilderei kurz vor dem Aussterben. Die letzten wildlebenden Exemplare wurden 1969 in der Mongolei gesichtet. Dank internationaler Erhaltungszuchtprogramme in Zoos konnte die Art jedoch bewahrt werden. Inzwischen leben wieder mehrere Hundert ausgewilderte Tiere in freier Wildbahn.
In Hellabrunn werden Przewalski-Urwildpferde bereits seit den 1930er-Jahren gehalten. Zuletzt konnte 2017 die Stute Naya über den Zoo Prag im Rahmen des Projekts „Return of the Wild Horses“ in der Mongolei ausgewildert werden. Nach fast zehn Jahren ohne Hengst nahm der Tierpark im vergangenen August auf Empfehlung des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) wieder ein männliches Tier auf.
Zweite Fohlen-Geburt steht unmittelbar bevor
Bereits wenige Tage nach der Ankunft des Hengstes gab es erste Deckungsversuche. Tierparkdirektor Rasem Baban sagte damals: „Unsere Hoffnungen ruhen nun auf Nachwuchs im Frühsommer 2026. Ein Fohlen wäre nicht nur ein Gewinn für Hellabrunn, sondern ein wichtiger Beitrag zum gesamten Erhaltungszuchtprogramm.“
Und es soll nicht bei einem Jungtier bleiben: Schon in den kommenden Tagen wird die Geburt eines weiteren Fohlens erwartet. Mit etwas Glück könnten Besucher die Geburt sogar live miterleben, teilte der Tierpark mit.











