Sensationsfund in Schweden
Sind Seltene Erden wirklich selten?
Aktualisiert am 07.03.2026 – 06:15 UhrLesedauer: 2 Min.
In Norwegen ist vor wenigen Tagen ein riesiges Vorkommen Seltener Erden entdeckt worden. Aber was sind überhaupt Seltene Erden? Und warum begeistert der Fund so?
Um eines gleich vorwegzunehmen: Seltene Erden sind weder selten, noch sind sie Erde. Unsagbar begehrt sind sie dennoch, denn auf dem Weg in eine fossilfreie Zukunft sind sie ein Grundbaustein moderner Technologien. Sie werden für die Produktion von Smartphones und Elektroautos benötigt, etwa für Batterien, Katalysatoren und Magnete, aber auch für Leuchtmittel.
Erinnern Sie sich aus Ihrer Schulzeit noch an das Periodensystem der Elemente? Hier findet man die Seltenen Erden in der 3. Nebengruppe. Es sind diese 17 Metalle: Scandium (Sc), Yttrium (Y), Lanthan (La), Cer (Ce), Praseodym (Pr), Neodym (Nd), Promethium (Pm), Samarium (Sm), Europium (Eu), Gadolinium (Gd), Terbium (Tb), Dysprosium (Dy), Holmium (Ho), Erbium (Er), Thulium (Tm), Ytterbium (Yb) und Lutetium (Lu).
Eigentlich heißt der Fachbegriff „Metalle der Seltenen Erden“. Er wird missverständlich auf Seltene Erden verkürzt. Mittlerweile hat sich der fast schon geheimnisvoll anmutende verkürzte Begriff in der Alltagssprache etabliert.
Seltene Erden wurden zuerst in seltenen Mineralien gefunden – was sie dann doch wieder rar macht – und aus diesen in Form ihrer Oxide isoliert. Oxide nannte man früher „Erden“, daher der Name. Einige von ihnen – Cer, Yttrium und Neodym – kommen in der Erdkruste häufiger vor als Blei, Molybdän oder Arsen. Thulium, das knapp bemessenste Element der Seltenen Erden, ist immer noch nicht so selten wie Gold oder Platin.
Die 17 Elemente sind fast immer nur in sehr geringen Konzentrationen vorhanden. Auch lassen sie sich nicht wie Gold in reiner Form finden, sondern stets nur als Beimischung in Mineralien. Dies erschwert ihre Gewinnung enorm.
Bei den Seltenen Erden hat sich der Bedarf in den letzten 20 Jahren verzwanzigfacht. Das kommt daher, weil sie aufgrund ihrer besonderen chemischen Eigenschaften in der Produktion von Smartphones, Notebooks, LED-Leuchten, Elektromotoren, Windenergieanlagen, Flachbildschirmen und anderen Hightech-Produkten eingesetzt werden. Man benötigt nur kleine Mengen, ein bisschen wie Gewürze beim Kochen, aber diese sind essentiell.












