Andere Experten mahnen zur Vorsicht bei der Interpretation. Susan Kohlhaas von Alzheimer’s Research UK weist im „Science Media Center“ darauf hin, dass die Studie nur einen Zusammenhang zeige, aber keinen direkten Ursache-Wirkungs-Beweis. Es bleibe also unklar, ob das Kochen selbst schütze. „Menschen, die regelmäßig kochen, ernähren sich möglicherweise gesünder, sind körperlich aktiver und haben einen besseren allgemeinen Gesundheitszustand, was alles mit einer besseren Gehirngesundheit in Verbindung steht“, erklärt sie.
Auch der umgekehrte Effekt sei denkbar: Erste, noch unbemerkte Gedächtnisprobleme könnten dazu führen, dass Betroffene seltener kochen.
Trotz dieser Einschränkungen sieht die Expertin durch selbst gekochtes Essen einen klaren Vorteil: „Es gibt gute Belege dafür, dass körperliche Aktivität, gesunde Ernährung und soziale Kontakte die Gehirngesundheit fördern können.“
Eel Hogervorst, Direktor der Demenzforschung am National Centre for Sports and Exercise Medicine der Loughborough University, fügt hinzu: „Die meisten Fertiggerichte sind zu fettig und salzig, daher ist selbst gekochtes Essen mit vollwertigen Lebensmitteln und viel frischem Gemüse gut für die allgemeine Gesundheit und sollte empfohlen werden.“












