
Block-Prozess in Hamburg
Enge Mitarbeiterin von Eugen Block soll aussagen
Aktualisiert am 14.01.2026 – 23:09 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Sekretärin des „Block House“-Gründers wird im Prozess um die Entführung der Block-Kinder befragt. Dadurch könnte die Rolle von Eugen Block wieder in den Fokus rücken.
Im Hamburger Prozess um die Entführung der Block-Kinder soll am Donnerstag eine enge Mitarbeiterin des „Block House“-Gründers Eugen Block aussagen. Nach Angaben einer Gerichtssprecherin wird die Sekretärin des 85-Jährigen vor dem Landgericht erwartet. Auch gegen Eugen Block hatte die Staatsanwaltschaft ermittelt, das Verfahren wurde aber eingestellt.
Zudem werde ein Mitarbeiter einer Bankfiliale als Zeuge erwartet. Er soll Auskunft über das Konto der 2023 verstorbenen Ehefrau von Eugen Block geben. Die Strafkammer plant ferner, eine Kriminalbeamtin zu befragen. Sie beteiligte sich an den ersten Ermittlungen nach der Entführung der Kinder in der Silvesternacht 2023/24.
Laut Anklage soll Christina Block, die Tochter des Steakhaus-Ketten-Gründers, die Entführung ihrer beiden Kinder vom Wohnort ihres geschiedenen Mannes in Dänemark in Auftrag gegeben haben. Eine israelische Sicherheitsfirma soll den damals zehnjährigen Jungen und das 13-jährige Mädchen gewaltsam nach Süddeutschland gebracht haben.
Christina Block gab an, die Kinder von dort nach Hamburg geholt zu haben. Es gilt die Unschuldsvermutung. Am 5. Januar 2024 entschied das Hanseatische Oberlandesgericht: Die beiden Kinder müssen zu ihrem Vater nach Dänemark zurückkehren.
Christina Blocks Ex-Mann Stephan Hensel hatte die Kinder nach einem Wochenendbesuch im August 2021 nicht nach Hamburg zurückgebracht. Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft hat Hensel damit ebenfalls eine Kindesentziehung begangen. Über die Zulassung einer Anklage gegen Stephan Hensel steht eine Entscheidung noch aus.











