Vorfall in Ismaning
Wecker in Dynamitstangen-Optik löst SEK-Einsatz aus
Aktualisiert am 03.04.2026 – 13:25 UhrLesedauer: 1 Min.
Nach dem Fund eines „verdächtigen Gegenstands“ in einer Ismaninger Wohnung kommt es zu einem Großeinsatz. Die Einsatzkräfte können aber schnell Entwarnung geben.
In Sorge um einen Bekannten hat ein Anrufer am Donnerstagabend die Polizei in Ismaning (Landkreis München) verständigt und damit einen Großeinsatz ausgelöst. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, entdeckten Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr in der Wohnung des Mannes neben Waffen und Munition auch einen „verdächtigen Gegenstand“.
Der Bewohner selbst habe sich in einem gesundheitlich schlechten Zustand befunden, hieß es. Er sei durch Beamte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) gesichert und anschließend zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht worden. Nachdem das Mehrfamilienhaus sowie das Nachbarhaus evakuiert worden waren, untersuchte die Technische Sondergruppe des Landeskriminalamts den „gefährlichen Gegenstand“.
Nach Angaben des Polizeisprechers habe zunächst der Verdacht bestanden, dass es sich bei dem Gegenstand um Sprengstoff oder eine andere gefährliche Substanz handeln könnte. Jedoch habe sich recht schnell herausgestellt, dass von diesem keine Gefahr ausgehe. Nach Polizeiangaben handelte es sich um einen „Wecker in Dynamitstangen-Optik“.
Bei den Waffen habe es sich um drei Anscheinswaffen sowie fünf Messer gehandelt. Zudem seien weitere Gegenstände aus der NS-Zeit gefunden worden – darunter Hakenkreuzbinden und Hitler-Darstellungen. Gegen den 63-Jährigen wird nun wegen eines Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt. Zudem werde der Staatsschutz über den Mann informiert, teilte die Polizei mit.











