
Prinzessin Mette-Marit taucht unter
Norwegens Kronprinz überrascht mit Aussage zu Høiby-Prozess
Aktualisiert am 28.01.2026 – 15:33 UhrLesedauer: 2 Min.
Kommende Woche beginnt der Prozess gegen den Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit. Kurz davor lässt Kronprinz Haakon aufhorchen.
Norwegens Kronprinz Haakon und seine Frau, Kronprinzessin Mette-Marit, bleiben dem Auftakt des Gerichtsprozesses gegen Marius Borg Høiby in der kommenden Woche fern. Der Sohn der Kronprinzessin ist in 38 Punkten angeklagt – unter anderem wegen Vergewaltigung, Misshandlung in engen Beziehungen und Körperverletzung.
„Wir haben uns entschieden, im Gerichtssaal nicht anwesend zu sein und uns auch nicht über den Prozess zu äußern“, sagte Kronprinz Haakon dem norwegischen Fernsehen. Natürlich würden er und seine Frau die Verhandlung trotzdem mitverfolgen. Mette-Marit habe eine private Reise geplant.
Im Sommer 2024 hatte Høiby eingeräumt, unter Alkohol- und Kokain-Einfluss gegenüber seiner damaligen Freundin gewalttätig geworden zu sein und Dinge in ihrer Wohnung zerstört zu haben. Vor allem die Anschuldigungen zu den Sexualdelikten bestreite er aber entschieden, sagte einer seiner Verteidiger später.
„Natürlich denken wir viel an alle Betroffenen in dem Fall“, sagte Kronprinz Haakon dem Sender NRK. „Ich weiß, dass es viele gerade schwer haben.“ Er habe Vertrauen darin, dass die Gerichtsverhandlung „ordentlich und gerecht“ ablaufen werde. „Marius Borg Høiby ist kein Teil des Königshauses, aber er ist ein wichtiger Teil unserer Familie und ein Bürger Norwegens“, sagte Kronprinz Haakon weiter. „Deshalb hat er dieselbe Verantwortung wie alle anderen, aber auch dieselben Rechte.“ Für den Prozess sind zunächst 24 Verhandlungstage bis zum 13. März vorgesehen.
Am Dienstag zeigte das Kronprinzenpaar demonstrative Geschlossenheit. Bei einem gemeinsamen Auftritt zum Holocaust-Gedenken schritten sie Händchen haltend an der versammelten Presse entlang.
Dass Mette-Marit ab nächster Woche ausgerechnet rund um den Prozessauftakt privat unterwegs ist, überrascht dennoch. „Die Kronprinzessin hat für die nächsten Wochen eine private Reise geplant. Ob diese über den gesamten Zeitraum [des Prozesses] andauern wird, hat sie noch nicht entschieden“, ließ Haakon die Presse wissen.
Mette-Marit macht derzeit nicht nur wegen ihres ältesten Sohnes eine schwere Zeit durch – auch ihre gesundheitliche Verfassung besorgt viele Beobachter. Kurz vor Weihnachten 2025 kündigte der Palast an, dass sich die dreifache Mutter einer Lungentransplantation unterziehen muss.
Neben Høiby, der aus einer früheren Beziehung der Kronprinzessin stammt, hat Mette-Marit zusammen mit Thronfolger Haakon zwei weitere Kinder: die Prinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus. Høiby gehört zwar zur Königsfamilie, trägt aber keinen Prinzentitel und ist auch kein offizielles Mitglied des norwegischen Königshauses.











