Zwei Hamburger Urgesteine
Die besondere Verbindung von Freddy Quinn und Heidi Kabel
08.09.2026 – 17:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Freddy Quinn und Heidi Kabel verband mehr als nur die Bühne. Zwei Hamburger Legenden, eine gemeinsame Leidenschaft – und eine lange Freundschaft.
Sie standen oft gemeinsam auf der Bühne, sangen von langen Nächten auf der Reeperbahn und veröffentlichten eine Platte mit einem vielsagenden Titel: „Zwei die Hamburg lieben“. Freddy Quinn (94) und Heidi Kabel (✝95) waren mehr als prominente Kollegen. Zwischen den beiden Hamburger Publikumslieblingen entwickelte sich eine Freundschaft – nur eine Romanze war es nicht.
Die große Liebe, die beide miteinander teilten, war eine andere: Hamburg. Während Kabel als gebürtige Hamburgerin für das bodenständige, plattdeutsche Leben der Stadt stand, verkörperte der gebürtige Österreicher Quinn den Hafen, das Fernweh und die weite Welt. Ihre Wege kreuzten sich über viele Jahrzehnte immer wieder.
Viele gemeinsame Auftritte
Anfang der 1960er Jahre lernten sich beide in Hamburg kennen. Später traten sie wiederholt gemeinsam auf. Dafür wagte sich Freddy Quinn sogar in Heidi Kabels Revier: In der Ohnsorg-Komödie „Die Kartenlegerin“ spielte er 1968 an ihrer Seite den Alfred Pause. Die Aufführung, in der auch das Kölner Urgestein Willy Millowitsch mitspielte, lief auch im Fernsehen.
- Mit fast 95: Damit überrascht Freddy Quinn seine Fans jetzt
- Erste Infos zur Serie: ZDF dreht neue „SOKO“ in Hamburg – doch etwas ist anders
Bei diesem einen Ausflug blieb es nicht. Quinn trat später auch in Kabels ARD-Serie „Heidi und Erni“ (1990) auf. In der Folge „Zirkusluft“ spielte er einen alternden Hochseiltänzer und damit gewissermaßen sich selbst – schließlich hatte er seine Karriere einst als Zirkusartist begonnen. 1997 war er zudem in der NDR-Show „Fröhliche Weihnachten mit Heidi Kabel“ zu Gast. Dort erzählte er eine persönliche Weihnachtsgeschichte und sang unter anderem sein Lied „St. Niklas war ein Seemann“.
„Ich wäre so gern mal deine Mami gewesen“
Andersherum war Heidi Kabel 1986 als Gast in der ARD-Sendung „Ein Abend für Freddy Quinn“ zu sehen. Darin sang die Volksschauspielerin „Der Junge von St. Pauli“ und bekannte: „Ich wäre so gern mal deine Mami gewesen“ – zumindest auf der Theaterbühne. Drei Jahre später feierten beide den 800. Geburtstag Hamburgs mit einem gemeinsamen Medley in einer TV-Gala.
Auch im Tonstudio fanden Quinn und Kabel mehrfach zusammen. 1987 erschien die EP „Zwei die Hamburg lieben“, zu der sie jeweils zwei Lieder beisteuerten. Zwei Jahre später folgte das gemeinsame Album „Unser Hamburg“ mit dem Duett „Das gibt’s nur auf der Reeperbahn bei Nacht“.
Heidi Kabel starb 2010 im Alter von 95 Jahren. Am 27. September 2026 erreicht nun auch Freddy Quinn dieses Alter.











