
Großeinsatz vor Cuxhaven
Seemann wird vermisst – traurige Neuigkeiten
25.01.2026 – 13:34 UhrLesedauer: 2 Min.
Mehrere Marineflieger, Seenotrettungskreuzer und Suchboote sind auf der Elbe und der Küste vor Cuxhaven im Einsatz, um einen vermissten Seemann zu finden. Jetzt gibt es traurige Neuigkeiten.
Vor Cuxhaven haben Seenotretter am Sonntag mit einem Großaufgebot stundenlang nach einem vermissten Seemann gesucht. Um 12.52 Uhr ist die Suche ohne Erfolg eingestellt worden.
Ein Sprecher der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) sagte t-online: „Nach menschlichem Ermessen ist es sehr, sehr wahrscheinlich, dass es keine Hoffnung mehr für den Mann gibt.“
Der 29-Jährige war vermutlich irgendwann in den Nachtstunden über Bord gegangen. Seine Kollegen meldeten ihn am Morgen um 6 Uhr als vermisst, nachdem er „einige Stunden zuvor zuletzt an Bord gesehen worden“ war. Mehrere Polizei- und Rettungsboote sowie Hubschrauber begannen eine großangelegte Suche zwischen Elb- und Wesermündung.
Um 7 Uhr entdeckte ein Rettungskreuzer einen Rettungskragen mit Blinklicht – doch der 29-Jährige tauchte nicht wieder auf. Stunden später wurde die Suche „bis zum Eintreffen neuer Erkenntnisse eingestellt“, wie es hieß.
Laut dem DGzRS-Sprecher ist unklar, wie lange der Mann im nur ein Grad kalten Wasser überleben konnte. Das hänge von verschiedenen Faktoren wie der Kleidung ab. „Jede Schicht Kleidung hält warm“, so der Sprecher. Auch der Überlebenswille des Seemannes spiele eine Rolle. Es sei aber auch möglich, dass durch das kalte Wasser eine Schockreaktion eingesetzt und der Seefahrer Wasser eingeatmet haben könnte – mit tödlichen Folgen. Die weiteren Ermittlungen dürften nun von der Wasserschutzpolizei geführt werden, sagte der Sprecher.
Der unter maltesischer Flagge fahrende, rund 144 Meter lange Tanker war auf dem Weg von Antwerpen nach Danzig und zum Zeitpunkt der Alarmierung auf der Unterelbe vor Cuxhaven unterwegs gewesen. Warum das Fehlen des 29-Jährigen erst nach Stunden auffiel, blieb unklar.










