
Präsidentin bricht Pressekonferenz ab
Schweres Erdbeben erschüttert Süden von Mexiko
Aktualisiert am 03.01.2026 – 05:25 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Strom fällt aus, Gasleitungen werden beschädigt, die Präsidentin muss ihre Pressekonferenz unterbrechen. Doch es geht weitgehend glimpflich aus: Größere Schäden werden zunächst nicht gemeldet.
Ein schweres Erdbeben hat den Süden von Mexiko erschüttert. Das Zentrum des Bebens der Stärke 6,5 lag 15 Kilometer südwestlich der Ortschaft San Marcos im Bundesstaat Guerrero in einer Tiefe von zehn Kilometern, wie die mexikanische Erdbebenwarte mitteilte. Rund 150 schwache Nachbeben wurden registriert.
Größere Schäden wurden zunächst nicht gemeldet. Das Beben war in mehreren südlichen Bundesstaaten und Mexiko-Stadt zu spüren. Viele Menschen rannten in Panik ins Freie, zahlreiche Gebäude wurden evakuiert. Eine Pressekonferenz der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum musste abgebrochen werden.
In der mexikanischen Hauptstadt kam Medienberichten zufolge ein Mann bei der Evakuierung eines Gebäudes ums Leben. Der 67-Jährige sei die Treppe hinuntergestürzt, als er während des Erdbebenalarms das Haus verlassen wollte, berichtete die Zeitung „Milenio“. Eine Frau kam zudem ums Leben, als ihr Haus über ihr zusammenbrach. Zwölf weitere Menschen wurden demnach verletzt.
Weder aus Guerrero noch aus Mexiko-Stadt wurden größere Schäden gemeldet, wie Sheinbaum berichtete. Ihr ganzer Wohnblock habe geschwankt, berichtete die im zehnten Stock eines Hochhauses lebende Norma Ortega: „Ich hatte schreckliche Angst.“
In der Hafenstadt Acapulco nahe dem Zentrum des Bebens wurden leichte Schäden an Fassaden, Stromausfälle und austretendes Gas gemeldet. Präsidentin Claudia Sheinbaum musste ihre morgendliche Pressekonferenz wegen des Erdbebenalarms kurz unterbrechen.
Mexiko-Stadt wurde auf dem schwammigen Boden eines ausgetrockneten Sees erbaut und ist deshalb besonders anfällig für Erdstöße. Im September 1985 waren fast 13.000 Bewohner der mexikanischen Hauptstadt bei einem Beben der Stärke 8,1 ums Leben gekommen. Inzwischen verfügt die Stadt über ein Frühwarnsystem mit Smartphone-Apps und Lautsprechern in den Straßen.
Die Westküste von Mexiko liegt am Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Region der Welt. In diesem Gebiet mit einer Gesamtlänge von 40 000 Kilometern treffen mehrere Erdplatten aufeinander.








