Unwetter, Gewitter und Downbursts
„Das ist der gefährlichste Tag“
Aktualisiert am 26.08.2026 – 12:32 UhrLesedauer: 4 Min.

Noch einmal steigen die Temperaturen auf bis zu 34 Grad. Dann trifft eine Kaltfront auf die heiße Luft. Kräftige Gewitter ziehen auf. Eine brisante Unwetterfront rollt über Deutschland.
Deutschland steht zum Ende des letzten Sommermonats August ein erneuter Wetterumschwung bevor. Am Donnerstag bringt hoher Luftdruck zunächst noch einmal viel Sonne und sommerliche Temperaturen. Verbreitet werden 22 bis 34 Grad erreicht. Doch im Laufe des Tages verliert das Hoch an Einfluss. Von Westen nähert sich eine Kaltfront und trifft auf die heiße Luft über Deutschland. Damit steigt die Gefahr kräftiger Gewitter.
Diplom-Meteorologe Dominik Jung erläutert die Wetterlage für t-online: „Auf Deutschland rollt eine von West nach Ost und dann nach Norden durchschwenkende Unwetterlage zu. Der gefährlichste Zeitraum ist Donnerstagabend bis Freitag.“
Unwetter ziehen im Westen auf und bewegen sich weiter
Am Donnerstagnachmittag verdichten sich zunächst in der Westhälfte die Wolken. Bis zum Abend entwickeln sich dort erste kräftige Schauer und Gewitter. Dabei besteht teilweise Unwettergefahr. „Örtlich sind schwere Gewitter mit heftigem Starkregen wahrscheinlich, teils auch mehrstündiger Dauerregen“, prognostiziert der Wetterexperte. „Kritischer Zeitpunkt in der Westhälfte ist der Abend.“
Die Wetterlage verschärft sich anschließend weiter. Besonders in der Westhälfte können die Unwetter größere Auswirkungen haben. In der Nacht zum Freitag ziehen die Schauer und Gewitter weiter ostwärts. Erst mit dem Durchzug der Gewitter wird die heiße Luft nach und nach verdrängt.
Schwere Gewitter mit hohem Unwetterpotenzial am Freitag
Am Freitag erreicht die Unwetterlage weitere Teile Deutschlands. Im Tagesverlauf können sich vor allem im Südosten schwere Gewitter mit hohem Unwetterpotenzial entwickeln. Auch für den Nordwesten sieht der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine leicht erhöhte Unwettergefahr durch Gewitter.
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„Das ist der Höhepunkt der Unwetterlage“, erklärt der Meteorologe Jung. Meteorologisch heikel sei die Kombination aus hohen Rotationswerten in den unteren Luftschichten und viel Energie in der Atmosphäre. „Der klassische Nährboden für Superzellen. Damit ist besonders im Südosten (und im weiteren Verlauf im Osten) auch die Tornado-Wahrscheinlichkeit erhöht, wenn auch auf insgesamt niedrigem Niveau.“ Entscheidend sei, wann die Kaltfront durchziehe und wie stark sich der Osten zuvor noch aufheizen könne.
„Hauptgefahr bleibt der Starkregen mit Sturzflut-Potenzial“
Die größte Gefahr gehe Jung zufolge jedoch nicht von Tornados, sondern vom Starkregen aus: „Hauptgefahr bleibt der Starkregen mit Sturzflut-Potenzial.“ Örtlich könnten innerhalb kurzer Zeit 25 bis 40 Liter pro Quadratmeter fallen, in Extremfällen seien auch rund 50 Liter möglich. „Damit bestehe die Gefahr von Sturzfluten.“
Zudem seien größerer Hagel, schwere bis orkanartige Sturmböen und sogenannte Downbursts möglich. Ein Downburst (auf Deutsch auch Fallböe genannt) ist ein starker, senkrecht nach unten gerichteter Luftstrom aus einer Gewitter- oder Schauerwolke. Die Luft stürzt praktisch senkrecht zu Boden und breitet sich dort fächerförmig aus. Windgeschwindigkeiten von weit über 200 km/h sind dabei möglich.










