
Emotionale Zeilen
RTL-Moderatorin Elena Bruhn: „Schweigen fühlt sich falsch an“
11.01.2026 – 19:59 UhrLesedauer: 2 Min.
RTL streicht Stellen und diverse Formate. Rund 600 Mitarbeitende verlieren ihre Jobs. Jetzt meldet sich eine Moderatorin des Senders zu Wort. Sie teilt traurige Worte.
Insgesamt sollen bei RTL Deutschland rund 600 Arbeitsplätze gestrichen werden. Auch viele Sendungen wird es bald nicht mehr geben. Dies verkündete der Konzern in dieser Woche. Die langjährige Moderatorin Elena Bruhn hat sich nun in einem Statement zu der Neuigkeit geäußert und Kritik geübt.
Auf Instagram schrieb sie: „Diese Woche war die traurigste, die ich in über 20 Jahren bei RTL erlebt habe.“ Dazu erklärte sie, dass unter den Personen, die in diesen Tagen ihre Jobs verloren haben, „Menschen, mit denen ich über Jahre gearbeitet habe“, waren: „Freunde, Wegbegleiter, Mitstreiter“. Auch nannte sie „Menschen, die für diesen Beruf gebrannt haben und Sendungen mit Kompetenz, Haltung und Leidenschaft geprägt haben“.
Neben den zahlreichen Stellenstreichungen, setzt RTL Deutschland mehrere Sendungen ab. Promithemen werden künftig unter der Marke „Exclusiv“ gebündelt. Die Magazine „Gala“ bei RTL und „Prominent“ bei Vox sowie das Shortformat „#VOXStimme“ werden eingestellt. Zudem planen RTL und ntv ab Frühjahr ein gemeinsames Morgenprogramm. In diesem Zusammenhang werden „Punkt 6“, „Punkt 7“ und „Punkt 8“ gestrichen.
Für Elena Bruhn, die „Explosiv“ auf RTL moderiert und auch für ntv vor der Kamera steht, ist klar: „Das, was jetzt eingestellt wird, waren nicht einfach ‚Formate‘. Es waren Lebensabschnitte. Für viele weit mehr als nur Arbeit.“ In den Augen der 47-Jährigen gehen mit den gestrichenen Stellen „Erfahrung, Wissen und journalistische Substanz verloren“. Sie resümierte: „Das schmerzt.“ In Gedanken sei sie bei allen, die ihre Jobs verloren haben. „Und ich weiß, dass kein Post, kein Satz das auffangen kann. Aber Schweigen fühlt sich falsch an.“
Unter dem Beitrag von Elena Bruhn sammelten sich zahlreiche Kommentare. Auch von Kolleginnen und Kollegen aus der Branche. Viele schickten weinende Emojis, oder Herzen, so etwa die „Gala“-Moderatorin Annika Lau. Micky Beisenherz, der als Dschungelcamp-Autor für RTL arbeitet, schrieb: „Mir tut das wahnsinnig leid um die vielen klasse Leute, die etwas ausbaden müssen, was sie in keinster Weise zu verantworten haben. Und für den tollen Sender RTL tut es mir offen gestanden, auch leid.“










