In Italien an Strand gespült

Schwarzes Riesending – russische Schattenflotte beteiligt?


Aktualisiert am 31.08.2026 – 08:45 UhrLesedauer: 2 Min.

Das schwarze Objekt am Strand: Es wurde mit Flatterband abgesperrt und versperrt Urlaubern die Sicht aufs Meer. (Quelle: Elio Petruncelli/Facebook)

Italiens staatlicher Rundfunk spricht von einem „mysteriösen Gegenstand“. Mittlerweile ist wohl klar, worum es sich einmal gehandelt hat – aber nicht, woher es kam. Und diese Frage ist spannend.

Ein schwarzes Riesending, das an den Strand von Alassio in Italien angespült wurde, regt weiter zu Spekulationen an. Es werden Verbindungen zur russischen Schattenflotte gezogen.

Fest steht: Plötzlich lag der Koloss im Sand der 10.000-Einwohner-Gemeinde und versperrte die Sicht von mehreren Liegen aufs Mittelmeer. Urlauber schossen Fotos und filmten, die Behörden ließen das Objekt mit Flatterband absperren, während Italiens staatlicher Rundfunk und zahlreiche weitere Medien über den „mysteriösen Gegenstand“ berichteten.

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Was konnte das bloß sein? Unter anderem wurde über eine Art neumodisches Trojanisches Pferd spekuliert. Die Urlauber unter der ligurischen Sonne zeigten allerdings wenig Scheu: Manche dokumentierten den Giganten weiter fleißig von allen Seiten, andere ließen sich nicht stören – und entspannten einfach in seinem Schatten auf den Liegen direkt dahinter.

Bagger zerstört den Koloss von Alassio

In der Nacht zum vergangenen Dienstag wurde das hohle Objekt schließlich entfernt. Ein Bagger drückte es zusammen, die Luft entwich. Laut italienischen Medien handelte es sich um die „technisch und wirtschaftlich vorteilhafteste Lösung“, um den Körper vom Strand zu bekommen, ohne Schaden an Gebäuden der Strandpromenade zu verursachen oder den Badebetrieb am Tag zu stören.

Inzwischen ist klar, wozu der Brocken einmal diente, als er noch intakt war: Den Angaben zufolge war das Riesending ein Fender, also ein zylindrischer Gummikorpus, der an Schiffen oder in Häfen hängt und als Stoßdämpfer dient, um die Bordwand etwa beim Anlegen vor Stößen zu schützen.

Die letzte verbleibende Frage ist nun noch, wo sich der Fender gelöst haben könnte: Vielleicht von einem vorbeifahrenden Großschiff? In Erwägung gezogen wird unter anderem, dass der gigantische Fender beim Umtanken von Öl auf hoher See von Schiff zu Schiff benutzt worden sein könnte – etwa um einen Tanker der russischen Schattenflotte zu entladen.

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