Für Tagträumer und Nachtschwärmer
Bordell, Promis, Neon-Papagei: Dieses Café hat eine wilde Geschichte
18.04.2026 – 09:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Das „Schwarze Café“ in Berlin-Charlottenburg gilt als eines der bekanntesten der Stadt. Berühmt-berüchtigt ist es nicht nur für seine Öffnungszeiten.
Was 1978 als links-anarchisches Künstler-Café gegründet wurde, entwickelte sich schnell zu einer Berliner Institution und zu einem festen Bestandteil der Kiezkultur. Der Name verweist noch heute auf die damalige Ausrichtung.
Unweit des Savignyplatzes ziert seit seiner Gründung ein bunter Neon-Papagei den Eingang des Cafés. Hinter einem schmalen Gang befinden sich Tische, Barhocker und eine Treppe, die nach oben zu einem weiteren Café-Raum führt. Bei schönem Wetter besteht auch die Möglichkeit, im Innenhof unter freiem Himmel zu dinieren. Hier lesen Sie mehr zum Savignyplatz.
Die Räumlichkeiten, die früher ein Bordell beherbergt haben sollen, hatten früher prominente Besucher wie Rio Reiser oder Marianne Rosenberg. Die Sängerin widmete dem Café sogar eine Jazz-Ballade. Auch heute gilt das Café noch als Treffpunkt von Kreativen, Autoren und Schauspielern.
Eine Besonderheit des Schwarzen Cafés sind die langen Öffnungszeiten. An sechs Tagen in der Woche ist das Café von 8 Uhr morgens bis 3 Uhr nachts geöffnet, lediglich am Dienstag öffnet es erst um 10 Uhr morgens. Dadurch hat sich der Ort zu einem Treffpunkt für unterschiedliche Tages- und Nachtzeiten entwickelt.
Vor allem am frühen Morgen am Wochenende ist das Café stark besucht. Nachtschwärmer kommen für einen letzten Drink oder eine Mahlzeit nach dem Club. Gleichzeitig nutzen andere Gäste das Angebot bereits für den Start in den Tag.
Die Speisekarte im Schwarzen Café ist breit gefächert und reicht von Frühstück über Pasta und Schnitzel bis hin zu Kuchen und Eis. Dabei ist es unabhängig von der Uhrzeit möglich, unterschiedliche Gerichte zu bestellen. Dieses flexible Konzept gehört zum festen Bestandteil des Cafés.
Das Publikum ist gemischt und umfasst sowohl Berliner Stammgäste als auch Touristen. Das Café versteht sich als offener Ort, an dem unterschiedliche Menschen zusammenkommen – egal ob man etwas essen möchte oder ob es lieber ein Wodka zum Frühstücks-Kaffee sein darf.












