
25-Jähriger verletzt
Schüsse am Alexanderplatz – Polizei stürmt Wohnung
29.11.2025 – 15:07 UhrLesedauer: 2 Min.
Zwei Gruppen von Männern geraten in der Berliner Innenstadt aneinander, dann fallen Schüsse. Ein Mann wird verletzt, die Täter fliehen. Bislang fehlt von ihnen jede Spur.
Eine Auseinandersetzung am Berliner Alexanderplatz ist am Donnerstagnachmittag eskaliert. Gegen 16.20 Uhr rückten Polizei und Rettungskräfte zu einem 25-Jährigen aus, der nach Schüssen am Bein verletzt worden war, teilte die Polizei am Samstag mit.
Zuvor soll es zu einem Streit zwischen zwei Gruppen gekommen sein. Nach bisherigen Erkenntnissen zog ein Mann aus der größeren Gruppe eine Schusswaffe und feuerte in Richtung der Gegenseite. Ein Komplize soll ebenfalls geschossen haben. Beide flüchteten, so die Polizei. Der Verletzte wurde ambulant im Krankenhaus behandelt. Eine unmittelbare Schussverletzung stellte ein Arzt nicht fest.
Einsatzkräfte der Besonderen Aufbauorganisation (BAO) „Ferrum“ fanden am Tatort eine Patronenhülse und identifizierten zwei Fahrzeuge, die einem 23-Jährigen gehören sollen – laut Polizei einer der Schützen. Zivilfahnder stoppten die Wagen am Abend in der Karl-Marx-Allee und in der Carola-Neher-Straße. Dabei nahmen sie den 26 Jahre alten Bruder des Tatverdächtigen fest. In einem der Autos fanden die Beamten Bargeld in hoher dreistelliger Höhe sowie Drogen.
Noch in der Nacht durchsuchte die Polizei zwei Wohnungen in Kreuzberg und Hellersdorf, die dem 23-Jährigen zugeordnet werden. Er war nicht vor Ort. Die Beamten stießen jedoch auf ein umfangreiches Drogenlager: rund vier Kilogramm Amphetamin, ein Kilogramm Ketamin, ein Kilogramm Kokain, synthetische Substanzen, Ecstasy in Tabletten- und Kristallform sowie mehrere Hundert Tabletten, die unter das Arzneimittelgesetz fallen. Zudem stellten sie Falschgeld und Bargeld im fünfstelligen Bereich sicher. Ein 28-Jähriger in einer der Wohnungen wurde festgenommen.
Beide Männer – 26 und 28 Jahre alt – kamen in Gewahrsam. Gegen sie besteht der Verdacht des Drogenhandels, des Inverkehrbringens von Falschgeld und weiterer Verstöße gegen das Arzneimittelgesetz. Ein Richter ließ den Jüngeren wieder frei, gegen den Älteren wurde Haftbefehl erlassen.
Die Ermittlungen zu den Schüssen hat ein Fachkommissariat der Polizeidirektion City übernommen.










