
Und dann kommt am Sonntagabend aus Südosten ein Schneetief. Laut Jürgen Schmidt zieht es von Italien über die Ostalpen bis zur Ostsee – und bedeckt Dominik Jung zufolge hauptsächlich den Osten und die Mitte mit einer neuen Schneeschicht.
Betroffen sind demnach vor allem Sachsen, Thüringen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt sowie der Osten Bayerns. In der Nacht auf Montag kann sich der Schneefall dann auch bis nach Hessen und Nordbayern ausdehnen und die Glättegefahr deutlich erhöhen.
Bis ganz ins Flachland erwartet Jung bis zu 5 Zentimeter Schnee, teilweise seien auch bis zu 10 Zentimeter möglich. In den Mittelgebirgen könnten es sogar 20 Zentimeter werden.
In der kommenden Woche bleibe es insgesamt weiter kalt, ist sich Schmidt sicher. Eine deutliche Milderung sei bis Ende Januar nicht in Sicht. Schmidts Prognose: „So wird es in Deutschland wahrscheinlich der kälteste Januar seit 2017.“ Damals habe die deutschlandweite Durchschnittstemperatur minus 3,1 Grad betragen.
Mit dem Dauerfrost in manchen Regionen geht noch eine andere Gefahr einher: In einigen Teilen Deutschlands glitzert die Landschaft idyllisch, kleine Seen und Teiche sind zugefroren. Vor allem sei dies in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt der Fall, sagt Dominik Jung. Aber Achtung: Die Eisdecke sei meist ungleichmäßig und nicht offiziell freigegeben. „Besonders gefährlich sind Uferzonen, Zuflüsse und Bereiche mit Strömung“, warnt Jung. „Ohne amtliche Freigabe sollte in keinem Bundesland Eis betreten werden.“
Bereits Anfang Januar hatten Kommunen in ganz Deutschland gewarnt. Die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden hob hervor: „Eingebrochene Personen unterkühlen oder ertrinken oft innerhalb weniger Minuten.“ Im Ernstfall sollten Helferinnen und Helfer immer auch an die eigene Sicherheit denken: „Der verunfallten Person kann unter anderem eine Stange, ein Brett, ein Rettungsring, ein Seil oder ein dicker Ast zur Rettung gereicht werden.“









