Gut zu wissen
Schmetterlingsmücken im Bad: Warum sie immer wiederkommen
19.05.2026 – 08:04 UhrLesedauer: 2 Min.
Schmetterlingsmücken zeigen sich gern in Badezimmern und tauchen in Massen auf. Warum kehren sie immer wieder zurück? Das sind die Hintergründe.
Ihre flimmernde Flugweise und die großen Schwärme machen Schmetterlingsmücken zu ungern gesehenen Gästen. Je nach Region sind die Insekten auch als Abortfliegen oder als Herzmücken bekannt. Die Tiere stechen nicht, können aber lästig werden und sind daher nicht beliebt. Wieso kommen sie zurück und wie lässt sich das verhindern?
Was sind eigentlich Schmetterlingsmücken?
Die Schmetterlingsmücke oder auch Abortfliege ist ein Zweiflügler mit einer Länge von etwa einem bis fünf Millimetern. Sie hat behaarte Flügel und erinnert aufgrund der Form an einen Schmetterling. In Deutschland existieren über 140 verschiedene Arten, je nach Art variiert die Farbe.
Ihren unschönen Beinamen Abortfliege hat die Insektenart durch die Anziehungskraft von Kot und Urin. Die Tiere sind bevorzugt nahe der Abflüsse und Wände im Badezimmer zu finden, wenn sie draußen nicht gerade auf Misthaufen oder im Kompost Eier legen.
Sobald die Bedingungen optimal sind, vermehren sich die Fliegen schnell und rasant. Badezimmer, in denen die Toilettenspülung nur selten betätigt wird, sind besonders schnell betroffen.
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Sind Schmetterlingsmücken gefährlich?
Sie stechen nicht, lösen keine Allergien aus und gelten auch nicht als primäre Krankheitsüberträger. Hygienische Risiken bringen Schmetterlingsmücken trotzdem mit, da sie in großen Mengen Keime aus dem Abwasser auf Oberflächen und Lebensmittel übertragen können.
Nur in sensiblen Bereichen gelten die Mücken als problematisch, ein großer Befall in einer Krankenhausküche oder in Senioreneinrichtungen kann zu Hygienemängeln führen.
Warum kommen Schmetterlingsmücken immer wieder?
Die Tiere kommen zurück, weil ihre Larven in verborgenen Feuchtigkeitsquellen überleben. Das sind verstopfte Abflüsse oder ein alter Biofilm im Siphon, aber auch defekte Rohre oder feuchte Dachrinnen.
Jede Generation lebt zwischen zwei und vier Wochen, bei Wärme entwickeln sich die Tiere ganzjährig. Da adulte Tiere schlechte Flieger sind, bleiben sie immer in der Nähe der Brutstätte. Selbstversuche mit Sprays oder Staubsaugern töten nur erwachsene Tiere, aber keine Larven.
Wenn es aus dem Abwasser für die Tiere angenehm riecht, haben sie ihren Lebensraum gefunden und kommen angezogen vom Geruch immer wieder zurück.
Wie wird man Schmetterlingsmücken los?
Bei der Bekämpfung muss es um die Larven gehen, denn die Beseitigung erwachsener Tiere bekämpft nur die Symptome. Zunächst gilt es, die Brutstätten in Abflüssen und in der Badewanne zu finden. Wenn sich weißliche Larven oder große Mengen an Schleim zeigen, könnte das ein Hinweis sein.
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Eine gründliche, mechanische Reinigung mit Ausbau des Siphons ist Pflicht. Mit einer Drahtbürste und heißem Wasser lassen sich Larven entfernen. Auch das Einstreuen von Essig oder Backpulver mit einer Einwirkzeit von 30 Minuten kann hilfreich sein. Die adulten Tiere lassen sich mit Klebefallen einsammeln.
Wenn im Bad eine zu hohe Luftfeuchtigkeit von über 60 Prozent herrscht, muss die Belüftung verbessert werden. Lässt sich das Problem nicht beherrschen, hilft ein professioneller Schädlingsbekämpfer.












