
Bursitis in der Schulter
Diese Entzündung kann gefährliche Folgen haben
Aktualisiert am 18.11.2025 – 08:08 UhrLesedauer: 3 Min.
Schmerzen beim Heben des Arms, Schwellungen und Rötungen der Schultern deuten auf eine Schleimbeutelentzündung hin. Was die Beschwerden lindert und wann eine OP nötig ist.
Eine Schleimbeutelentzündung, medizinisch Bursitis, ist eine der häufigsten Ursachen für Schulterschmerzen. Sie kann zu starken Schmerzen und erheblichen Einschränkungen im Alltag führen. In der Regel ist die Bursitis bei ausreichender Schonung nach ein paar Tagen wieder abgeklungen. Die Beschwerden können sich aber auch verschlimmern und die Entzündung wird chronisch.
Im menschlichen Körper gibt es rund 150 Schleimbeutel, darunter am Ellenbogen, am Knie, an der Hüfte und auch im Schulterbereich. Die kleinen, mit Flüssigkeit gefüllten Puffer zwischen Knochen und Sehnen haben die Aufgabe, Reizungen zu verhindern und eine gute, reibungslose Beweglichkeit der Gelenke zu gewährleisten.
An der Schulter befinden sich vier Bindegewebssäcke (Bursae). Der größte dieser Schleimbeutel, die Bursa subacromialis, befindet sich direkt unter dem Schulterdach. Er ist besonders häufig von Entzündungen betroffen. Die Schleimbeutel schwellen dann an und füllen sich mit Gewebeflüssigkeit. Die Folgen können sehr schmerzhaft sein und zu Beeinträchtigungen der Armbeweglichkeit führen.
In der Regel entwickeln sich im Zuge einer Schleimbeutelentzündung starke Schmerzen im Schulterbereich, die sowohl tagsüber als auch nachts beim Liegen im Bett spürbar sein können. Die Beweglichkeit des Schultergelenks wird dadurch stark eingeschränkt.
Beim Heben oder seitlichen Abspreizen des Arms treten meist stechende Schmerzen auf. Sie können so stark sein, dass das Heben einer Kaffeetasse oder das Kämmen der Haare kaum noch möglich ist. Typisch sind auch Schwellungen, sogenannte Ergüsse, im Bereich des Schultergelenks. Diese Bereiche sind meist druckempfindlich, gerötet und überwärmt.
Eine Schleimbeutelentzündung der Schultern kann viele Ursachen haben. In den meisten Fällen ist eine Bursitis die Folge von Überlastung. Bestimmte Berufsgruppen wie Maler oder Monteure, die regelmäßig über Kopf arbeiten und Hebebewegungen machen, sind besonders gefährdet. Zu den Risikogruppen gehören auch Menschen, die Wurfsportarten wie Volleyball, Speerwerfen oder Handball ausüben. Ebenso können Stöße oder Stürze auf die Schulter zu Entzündungen der Schleimbeutel führen.
Eine Bursitis kann auch organische Ursachen haben und durch entzündliche Erkrankungen wie Rheuma und Gicht hervorgerufen werden. Auch Knochensporne am Schulterdach (Impingement-Syndrom) oder Kalkablagerungen begünstigen eine Entzündung der Schleimbeutel.
Der richtige Ansprechpartner bei Schulterschmerzen mit Verdacht auf eine Bursitis ist der Orthopäde. Neben der Beweglichkeitsprüfung des Schultergelenks achtet er besonders auf Druckschmerz, Rötungen und Schwellungen. Da die Schleimbeutel der Schulter dicht unter der Haut liegen, lassen sich diese in der Regel mit bloßem Auge erkennen.











