
Hohe Feinstaubbelastung
„Ungesund“: Wieder schlechte Luft in München
Aktualisiert am 25.01.2026 – 21:24 UhrLesedauer: 2 Min.
Dicke Luft in München: Am Sonntag ist die Luftqualität in der bayerischen Landeshauptstadt besonders schlecht.
Wer am Sonntag (25. Januar) in München unterwegs ist, könnte mit Hustenreiz konfrontiert sein: Laut „AccuWeather“ ist die Luftqualität in der Stadt sehr schlecht. Schuld ist laut Deutschem Wetterdienst (DWD) die anhaltende Hochdrucklage der letzten Tage: Die Luft konnte nicht einfach so aufsteigen und darum haben sich Schadstoffe in den unteren Schichten gesammelt.
Der Wetterdienst „AccuWeather“ gibt für das Münchner Stadtgebiet einen Luftqualitätsindex (AQI) von 120 an und stuft die Luft als „ungesund“ ein. Das bedeutet: „Die Luft ist stark verschmutzt. Empfindliche Personengruppen werden unmittelbare gesundheitliche Auswirkungen spüren.“ Das kann etwa Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma betreffen.
Man sollte möglichst wenig Zeit im Freien verbringen, empfiehlt der Wetterdienst. Wer Symptome wie Hustenreize oder Atembeschwerden wahrnimmt, sollte sich nicht im Freien aufhalten – sonst drohen Infektionen der Atemwege.
Einige Medien, darunter die „Bild“, berichteten zunächst, dass die Feinstaubpartikel insbesondere über Berlin aus Osteuropa stammen würden. Tatsächlich kommt es immer mal wieder vor, dass aufgrund der Wetterlage – wie aktuell aufgrund starker und kalter Ostwinde – Feinstaubpartikel zu uns kommen. In Ländern wie Polen ist die Belastung höher, weil es dort noch aktive Kohlekraftwerke gibt.
In München ist das allerdings nicht der Fall. Der EU-Klimawandeldienst Copernicus, dessen Satelliten die Atmosphäre genau überwachen, schlüsselt die Feinstaubpartikel nach ihrer Herkunft auf. Das zeigt: 45 Prozent der Partikel stammen aus Deutschland selbst, 24 Prozent aus Österreich, was naheliegend ist, da es sich um unsere direkten Nachbarn handelt.
Die Sektorenaufschlüsselung liefert weitere Details: Demnach stammen 40,3 Prozent der Feinstaubartikel über der Landeshauptstadt aus der Landwirtschaft, gefolgt von Privathaushalten mit 19,1 Prozent, dicht gefolgt vom Verkehr mit 16 Prozent.










