Schlagerstar über Suchtproblem
Kerstin Ott hatte beinahe einen Alkohol-Rückfall
Aktualisiert am 30.08.2026 – 12:53 UhrLesedauer: 2 Min.
Drei Jahre ohne Alkohol, Nikotin und tierische Produkte. Der Weg dorthin war deutlich härter als erwartet. Sängerin Kerstin Ott zieht Bilanz.
Am 10. Juli feierte Kerstin Ott nach eigenen Angaben ihren dritten Jahrestag ohne Alkohol. Bei „Bild“ hat die Sängerin geschildert, wie lang der Weg zur Abstinenz war – und dass er sie körperlich wie seelisch belastet habe.
Ott sagt: „Ich hab‘ einfach ein Alkoholproblem gehabt.“ Sie habe zwar nicht täglich getrunken, „aber ich habe meistens dann getrunken, wenn ich mich belohnen wollte oder wenn andere gefeiert haben.“ Und sie habe mit dem Feiern nicht mehr aufgehört. Wenn sie trank, sei es nicht bei einem Glas Wein zum Essen geblieben: „Ich habe Wodka getrunken“, so Ott. Eigentlich mache sie jedoch keine Abstufungen beim Alkohol: „Alkohol ist Alkohol. Letztendlich ist das alles Gift.“
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Rund um den dritten Jahrestag sei die Versuchung wieder stark geworden. Sie kaufte eine Flasche Wodka, trank aber nicht davon. „Als ich die Flasche gekauft hatte, empfand ich nicht das Gefühl, das mein Suchtgedächtnis mir versprochen hatte. Keine Vorfreude. In dem Moment, als ich das eingekauft habe, bin ich traurig geworden.“ Die Flasche stehe noch ungeöffnet bei ihr zu Hause, doch sie plane, sie zu verschenken: „Ich will keinen Alkohol im Haus haben.“ Heute sagt Ott: „Ich bin richtig glücklich und tief zufrieden.“
„Das war schon echt hart“
Den Entschluss aufzuhören hatte Ott vor drei Jahren mit weiteren Umstellungen verbunden. Ihre Frau Karolina Ott habe zuerst mit dem Rauchen aufgehört und sich vegan ernährt, Kerstin Ott sei gefolgt. Sie änderte fast alles gleichzeitig: kein Alkohol, kein Nikotin, dazu der Wechsel von vegetarischer zu veganer Ernährung. „Ich würde wirklich niemandem empfehlen, mit drei so großen Dingen auf einmal aufzuhören. Das war schon echt hart.“
Die Abstinenz brachte nach Otts Schilderungen nicht nur Erleichterung. Sie rutschte in eine Depression und suchte Hilfe bei einer Psychiaterin. Alkohol und Zigaretten seien für sie auch „Möchtegernstützen“ gewesen. Zu Medikamenten sagt sie: „Die nehme ich jetzt, und das funktioniert ganz hervorragend.“
Auch ihre Ehe wurde in der Phase belastet. „Wenn man das zu zweit macht, ist es meistens eine große Stütze füreinander. Aber wenn es kacke wird, dann wird es auch richtig kacke.“ Eine Trennung habe dennoch nie zur Debatte gestanden.












