Sänger will Zeichen setzen
Heino will mindestens 30.000 Euro von der AfD
Aktualisiert am 08.07.2026 – 03:29 UhrLesedauer: 2 Min.
Eine Wahlwerbung der AfD mit Heino hat ein juristisches Nachspiel. Der Volksmusiker will sich nicht vereinnahmen lassen und fordert von der AfD eine erhebliche Summe.
Eine Wahlwerbung mit Heino hat für die AfD möglicherweise ein teures Nachspiel. Der Volksmusiker habe beim Landesgericht Innsbruck eine Klage wegen immateriellen Schadens über 30.000 Euro eingereicht, sagte sein Manager Helmut Werner der Deutschen Presse-Agentur. Es seien durch die AfD Uckermark Persönlichkeitsrechte und Markenrechte des 87-Jährigen verletzt worden.
Grundsätzlich wehre sich Heino gegen die Vereinnahmung seiner Person für politische Zwecke, so Werner. Die AfD-Wahlwerbung sei ein Nährboden dafür, dass Heino in die rechte politische Ecke gestellt werde, wo er nicht hingehöre, sagte Werner. Der AfD-Politiker Felix Teichner hatte vor der Landratswahl in der Uckermark im April in sozialen Medien geschrieben: „Am Sonntag würde Heino Felix wählen.“ „Das hätte er nicht getan“, sagte Werner jetzt.
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Die Klage sei ein „ganz klares Zeichen gegen unerlaubte Wahlwerbung mit bekannten Gesichtern“, sagte der Manager weiter. Es werde auch geprüft, ob gegen den AfD-Politiker selbst noch juristisch vorgegangen werde.
Heino, der mit seinen Volksliedern und bei seinen Auftritten eine stark patriotische Seite pflegt, habe sich in jüngerer Zeit nur einmal öffentlich politisch geäußert, sagte Werner. Er habe sich bei der vergangenen Bundestagswahl als CDU-Wähler und Unterstützer von Friedrich Merz positioniert.
Die AfD Uckermark hatte nach Gerichtsangaben bereits eine Unterlassungserklärung abgegeben. Damit verpflichtet sie sich, solche Werbung künftig zu unterlassen.
- Partei fand prominenten Ersatz: Heino lehnt Angebot von Rechtspopulisten ab – oder?
Erst wenige Tage zuvor machte Heino in Verbindung mit der österreichischen Rechtspartei FPÖ Schlagzeilen. Dabei ging es um ein Volksfest in Wien, bei dem die Partei ihr 70-jähriges Bestehen gefeiert hatte. Als Stargast sei Heino gewünscht gewesen. Der Sänger habe aber abgelehnt. Aus denselben Gründen, aus denen er auch nicht für die Wahlwerbung der AfD benutzt werden wollte, „weil ich mich von keiner politischen Kraft vor ihren Wagen spannen lassen will“, so die Darstellung und Begründung von Heino.
Ein Presseschreiben der FPÖ stellte die Geschehnisse allerdings etwas anders dar und behauptete, dass die Partei Heino abgesagt hätte. Demnach habe es für den Musiker von Manager Werner ein „finanziell überzogenes Angebot“ gegeben, weswegen man sich für Schlagerstar Roberto Blanco entschieden hätte.












