
Er wurde 101 Jahre alt
Schauspieler Walter Schultheiß ist tot
Aktualisiert am 02.01.2026 – 16:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Trauer um Walter Schultheiß: Der Schauspieler prägte jahrzehntelang das schwäbische Mundarttheater und den SWR. Jetzt ist er gestorben.
Er war eine Institution des schwäbischen Dialekts und brachte Generationen zum Lachen: Walter Schultheiß ist im Alter von 101 Jahren verstorben. Wie seine Familie dem SWR bestätigte, starb der Schauspieler, Autor und Maler bereits am 22. Dezember 2025 in seinem Wohnort Wildberg. Die Beisetzung fand im kleinen Kreis statt.
Mit seinem unverwechselbaren Humor und seinem markanten schwäbischen Dialekt hatte sich Schultheiß über Jahrzehnte hinweg in die Herzen des Publikums gespielt. SWR-Intendant Kai Gniffke würdigte ihn als „Urgestein des Mundart-Schauspiels“, der weit über den Südwesten hinaus bekannt und beliebt gewesen sei.
Seinen Durchbruch feierte Walter Schultheiß 1963 mit den „Straßenkehrer-Sketchen“ im Radio des damaligen Süddeutschen Rundfunks, die er gemeinsam mit Werner Veidt präsentierte. In den folgenden Jahrzehnten wurde er zu einem festen Bestandteil zahlreicher Hörspiele und war regelmäßig mit seiner Frau im SWR-Studio Tübingen zu Gast.
Einem breiten Publikum wurde Schultheiß durch sein Mitwirken in beliebten Fernsehproduktionen bekannt. Er spielte in Serien wie „Schwäbische Geschichten“, „Köberle kommt“ und „Der Eugen“ mit. Auch in „Oh Gott, Herr Pfarrer“, „Drei Tage im April“, „Der König von Bärenbach“ und „Laible und Frisch“ war er zu sehen. Besondere Popularität erlangte er als Vermieter Rominger im „Bienzle-Tatort“.
Wie der SWR berichtet, lebte Walter Schultheiß bis zu seinem Tod in seinem Haus in Wildberg im Kreis Calw, gemeinsam mit seinem Sohn Götz, dessen Ehefrau und seinen beiden siebenjährigen Enkelinnen. Seine Frau Trudel Wulle starb bereits 2021. Mit der Schauspielerin war Walter Schultheiß seit 1950 verheiratet. Das Paar trat häufig gemeinsam auf, zuletzt in dem Kinofilm „Laible und Frisch – Do goht dr Doig“.










