
Wegen Tennisspielen bei Stromausfall
Scharfe Wegner-Kritik: „Überlegen, ob der Job noch der richtige ist“
Aktualisiert am 08.01.2026 – 10:08 UhrLesedauer: 3 Min.
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Kai Wegner steht in der Kritik, nachdem bekannt wurde, dass er sich während des Stromausfalls Zeit für das Tennisspielen nahm. Doch es gibt auch Unterstützung.
Zahlreiche Politiker haben deutliche Kritik an Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner geübt. Sie werfen ihm bewusste Täuschung vor, weil er während des großflächigen Stromausfalls in der Hauptstadt Tennis spielte, in der Öffentlichkeit aber behauptete, sich in seinem Büro eingeschlossen zu haben.
Andere Politiker gingen noch weiter. Linken-Landeschef Maximilian Schirmer sagte t-online Berlin: „Diese Stadt verdient einen Bürgermeister oder eben eine Bürgermeisterin, die zuerst an die Menschen dieser Stadt denkt, zuhört, anpackt und Krisen löst.“ Schirmer legte dem Bürgermeister den Rücktritt nahe: „Wer lieber Tennis spielt, als in der größten Not bei den Menschen zu sein, sollte sich vielleicht überlegen, ob dieser Job noch der richtige für ihn ist.“
Dirk Wiese, der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, hält die Kritik an Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) für berechtigt. „Diese scheibchenhafte Informationspolitik, das ist etwas, das ist ehrlicherweise nie gut. Und darum ist die Kritik an ihm auch berechtigt“, sagte Wiese im RTL/n-tv Frühstart. Niemand werfe einem Politiker vor, dass man mal Sport mache und dass man auch mal einen Moment den Kopf frei kriegen müsse, so Wiese. „Aber warum man dann erst mit falschen Aussagen an die Öffentlichkeit geht, das kann ich tatsächlich nicht nachvollziehen. Und darum muss er sich zu Recht Fragen gefallen lassen.“
Mit Humor versuchte es die Grünen-Politikerin Ricarda Lang auf der Plattform X. Sie schrieb: „Immerhin Kai Wegner hatte am Samstag Netz.“
Die Berliner CDU-Fraktion hat sich in der Debatte hinter Kai Wegner gestellt. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur nach der digitalen Schalte am Morgen von mehreren Teilnehmern. Demnach gab es sehr viel Unterstützung für Wegners Krisenmanagement und auch keine Kritik an seinem einstündigen Tennismatch am Samstag – wenige Stunden nach Beginn des Blackouts.









