
Deutscher in Australien
Zverev zum Titel? „Aber nicht dieses Jahr“
Aktualisiert am 27.01.2026 – 04:18 UhrLesedauer: 3 Min.

Kann es Alexander Zverev dieses Jahr schaffen? Ganz Tennis-Deutschland wünscht dem Deutschen den Grand-Slam-Titel. Doch es gibt immer noch Zweifler.
Ist die Zeit für einen deutschen Grand-Slam-Titel etwa siebeneinhalb Jahre nach dem Wimbledon-Sieg von Angelique Kerber bald wieder reif? Wenn es nach den ehemaligen Größen im deutschen Tennis geht, ja. Kerber sowie der einstige Weltranglistenzweite Tommy Haas trauen Alexander Zverev den großen Wurf zu – vielleicht sogar schon in diesem Jahr. Das stellten sie am Rande der Australian Open klar.
„Ich weiß, dass Sascha irgendeinen gewinnen wird. Da bin ich mir sicher. Er trainiert so hart, und das wird sich irgendwann auszahlen“, sagte Kerber am Montag in Melbourne bezogen auf einen möglichen Grand-Slam-Sieg: „Wir wissen, wie gut Sascha spielen kann. Er hat schon das ein oder andere große Turnier gewonnen und die Großen geschlagen“. Kerber hatte vor ziemlich genau zehn Jahren in Melbourne einen ihrer größten Triumphe feiern können. 2016 gewann sie bei den Australian Open die Einzelkonkurrenz der Damen.
Auch der einstige Wimbledon-Halbfinalist Haas traut Zverev schon in diesem Jahr viel zu. „Wir wissen, dass er ein absoluter Topspieler ist und immer die Chance hat, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen“, sagte Haas, der wie Kerber am Legendenturnier in Melbourne teilnehmen wird: „Bis jetzt sieht er sehr solide aus, ist in einer fitten Verfassung. Auch wenn er gegen Alcaraz (Carlos, d. Red.) spielen sollte, ist alles möglich.“
Der zweifache Davis-Cup-Sieger Mark Philippoussis sieht Zverev hingegen kritischer. Er glaubt nicht, dass der Deutsche in diesem Jahr schon reif für den Titel bei den Australian Open ist. „Er muss einfach noch mehr an seinem Spiel arbeiten“, sagte der 49-Jährige t-online. „Von seiner Mentalität her glaube ich schon, dass er bereit ist, aber er entwickelt sich nicht so schnell, wie er es eigentlich tun müsste, wenn er gegen jemanden wie Sinner bestehen will“. Als Beispiel nannte Philippoussis die fehlende Varianz in Zverevs Spiel. So komme der Deutsche etwa viel zu selten ans Netz.
Auch Lleyton Hewitt, ehemaliger US-Open- und Wimbledon-Sieger, sieht die Zeit für Zverev noch nicht gekommen. „Ich zähle ihn dieses Jahr nicht zu den ganz großen Favoriten. Zverev spielt sicherlich sehr konstant und er ist immer sehr nahe dran, aber ich glaube nicht, dass er an Sinner und Alcaraz vorbeikommt“, sagte der 44-jährige Australier t-online. Hewitt war der jüngste Spieler, der es bis heute an die Spitze der Weltrangliste geschafft hat.











