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Home » Satiriker El Hotzo steht erneut vor Gericht – wegen Trump-Posts
Deutschland

Satiriker El Hotzo steht erneut vor Gericht – wegen Trump-Posts

By zeit-heute.deMärz 27, 20262 Mins Read
Satiriker El Hotzo steht erneut vor Gericht – wegen Trump-Posts
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Wegen Trump-Attentat-Posts

El Hotzo steht erneut in Berlin vor Gericht

27.03.2026 – 10:46 UhrLesedauer: 2 Min.

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„El Hotzo“ auf dem Weg zum ersten Prozess, der im Juli mit Freispruch endete (Archivbild): Nun muss der Satiriker erneut vor Gericht. (Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa/dpa-bilder)

Das Amtsgericht sprach den Satiriker frei – die Staatsanwaltschaft akzeptierte das Urteil nicht. Nun entscheidet das Berliner Kammergericht.

Das Berliner Kammergericht hat am Freitag die Berufungsverhandlung gegen den Satiriker Sebastian Hotz eröffnet, der unter dem Namen El Hotzo bekannt ist.

Der Ausgangspunkt des Verfahrens liegt im Juli 2024. Damals veröffentlichte Hotz auf X zwei Posts, in denen er das Attentat auf Donald Trump kommentierte. Trump war bei einem Anschlag von einer Kugel am Ohr getroffen worden. Hotz verglich die Schüsse mit dem „letzten Bus“ und schrieb: „Leider knapp verpasst.“ In einem zweiten Post ergänzte er: „Ich finde es absolut fantastisch, wenn Faschisten sterben.“ Hotz löschte beide Beiträge kurz danach. Es folgten Strafanzeigen und ein Shitstorm in den sozialen Netzwerken.

Das Amtsgericht Tiergarten hatte Hotz freigesprochen. Die zuständige Richterin stufte die Posts als „straflose Satire“ ein – auch wenn sie möglicherweise geschmacklos seien. Die Staatsanwaltschaft akzeptierte das Urteil nicht und legte Rechtsmittel ein. Sie wirft Hotz vor, das Attentat gebilligt und den öffentlichen Frieden gestört zu haben. Laut Anklagebehörde handele es sich um „Hasskriminalität“ mit Breitenwirkung. Eine Geldstrafe von 6.000 Euro sei angemessen, so die Staatsanwaltschaft.

Hotz ist 30 Jahre alt und tritt als Comedian und Satiriker auf. Auf X folgen ihm knapp 740.000 Menschen.

Im Falle einer Verurteilung müssten Satiriker damit rechnen, dass jeder Post juristische Konsequenzen nach sich ziehen könne, sobald er von genügend Menschen absichtlich missverstanden werde, sagte Hotz der dpa. „Das ist eine Welt, in der ich ungern leben möchte.“

Auch der Deutsche Journalisten-Verband kritisiert die Neuverhandlung. Es sei unverständlich, dass die Staatsanwaltschaft das Urteil des Amtsgerichts Tiergarten nicht akzeptieren könne, sagte DJV-Sprecher Hendrik Zörner der dpa. Er stellte die Frage, was Satirefreiheit in Deutschland wert sei.

Am Tag vor dem Prozesstermin postete Hotz erneut auf X. Er veröffentlichte eine Zeichnung, die die Funktion eines Bolzenschussgeräts an einem Rind zeigt, und kommentierte: „Morgen Trump-Tweet Revision.“

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