Sängerin spricht ausführlich über Timmy
Sarah Connor gibt Hoffnung für Buckelwal auf – und erntet Kritik
13.04.2026 – 07:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Fans schreiben Sarah Connor täglich – schließlich gilt sie als engagierte Meeresschutzaktivistin. Doch nun meldet sie sich mit einer klaren Botschaft zu Wort.
Sarah Connor setzt sich seit Jahren für den Schutz von Meeressäugern ein. Die Sängerin gründete eine eigene Stiftung zum Schutz iberischer Orcas, begleitete Expeditionen in die Arktis und brachte 2025 eine Dokumentation über das Leben der Tiere heraus. Jetzt hat sie sich auch zum Fall des Buckelwals Timmy geäußert, der seit zwölf Tagen in der Bucht von Poel bei Wismar feststeckt.
Auf ihrem Instagram-Account wandte sie sich direkt an ihre Fans. Ihre Botschaft fiel dabei eindeutig aus: Sie könne dem Tier nicht helfen – und auch andere alternative Hilfskonzepte sehe sie skeptisch.
Hunderte Nachrichten erreichen die 45-Jährige täglich zu dem Thema, schreibt sie in ihrer Stellungnahme. Dabei macht sie deutlich, was ihre Fans von ihr erwarten: „Ich weiß, ihr wollt am liebsten, dass ich mir als Hobby-Meeresbiologin und Aktivistin ein Super-Woman-Cape umwerfe und den Wal retten gehe.“ Doch Connor stellt klar: „So gerne ich in meinen Wetsuit springen und den Wal befreien würde … Ich kann ihm nicht helfen. Und wohl auch niemand anders mehr.“
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Als zentrales Problem nennt sie die vielen Unbekannten bei der Thematik. Man wisse einfach zu wenig über Timmy, so Connor. Zudem sei das Netz im Maul des Wals ein Unsicherheitsfaktor. Es lasse sich nicht einfach entfernen, da unklar sei, ob das Tier bereits größere Mengen davon verschluckt und ob es sich um die inneren Organe gelegt habe. „All das sind Dinge, die die Überlebenschancen zusätzlich senken“, schreibt die Sängerin.
„Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe“
Gleichzeitig könnte sich die Situation noch lange hinziehen. Buckelwale verfügen über eine dicke Fettschicht, den sogenannten Blubber, und können mehrere Wochen bis Monate ohne Nahrung auskommen. Timmy hat nach Angaben der Sängerin seit vielen Tagen nichts mehr gefressen. Für Connor sei das alles jedoch gar nicht so ungewöhnlich. Sie hat nach eigenen Angaben bereits mehrfach gestrandete und verendete Wale gesehen. An ihre Fans richtete sie abschließend einen Appell: „Esst weniger oder am besten gar keinen Fisch, reduziert euren Konsum.“
Für ihre Einlassungen erhält Connor nicht nur Applaus. Einige Fans üben in den Instagram-Kommentaren harte Kritik: „Daran merkt man, dass du absolut keine Ahnung hast. Du warst nicht vor Ort und laberst alles nach, was die Medien dir vorgeben“, schreibt ein User, der behauptet, die Lage besichtigt zu haben. Eine andere Kritik lautet: „Und ich dachte, du hast ein Herz für Wale, traurig!“ Zudem wird der Dalai Lama zitiert: „Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe“ – ein Seitenhieb in Richtung Sarah Connor.











