Ausflugstipp für Düsseldorfer
Dieses Kloster ist das „Sanssouci am Niederrhein“
Aktualisiert am 28.02.2026 – 05:11 UhrLesedauer: 2 Min.
Was haben Potsdam und Kamp-Lintfort gemeinsam? Einen wunderschönen barocken Treppengarten. Am Niederrhein befindet sich der direkt am Kloster Kamp.
Düsseldorf und das Schloss Sanssouci in Potsdam trennen bei einer guten Verkehrslage rund sechs Autostunden. Doch um sich einen schönen Treppengarten wie in Sanssouci einmal live anzusehen, muss man gar nicht so weit fahren – es reicht ein Bruchteil der Strecke. Denn rund 50 Kilometer von der Düsseldorfer Innenstadt entfernt steht in Kamp-Lintfort das Kloster Kamp, das oft als das „Sanssouci am Niederrhein“ bezeichnet wird.
Ein aktives Kloster ist Kloster Kamp schon lange nicht mehr. Kloster Kamp und der barocke Terrassengarten sind aber in den vergangenen Jahren ein überregional bekanntes Ausflugsziel geworden. Die Ansicht vom Terrassengarten hinauf zur Abteikirche und zum Klosterkomplex ist ein beliebtes Fotomotiv. Doch es gibt viel mehr zu sehen, zu entdecken sowie schöne Orte zum Verweilen und Genießen: In der Schatzkammer das frühere Klosterleben zu verstehen, eine Kunstausstellung im Gewölbekeller zu besuchen, an einer Führung in der Abteikirche teilzunehmen oder in die Duftwelt des heilsamen Kräutergartens einzutauchen, sind nur einige Dinge, die auf die Besucher warten.
Seit seiner Gründung 1123 hat sich Kamp über viele Jahrhunderte zu einem „segensreichen“ Ort entwickelt. Zahlreiche Töchter- und Enkelklöster wurden von hier aus gegründet. Kloster Kamp hat das spirituelle und kulturelle Leben am Niederrhein geprägt und war lange Zeit eine der bedeutendsten religiösen Kunst- und Kulturstätten der Region.
Viele Höhen und Tiefen hat das Kloster durchlebt, bis es 1802 durch die Säkularisation Napoleons aufgehoben wurde. Von 1954 bis 2002 lebten und wirkten die Karmeliter auf dem Kamper Berg und führten die Berufung des Ortes „segensreich“ fort. 2003 wurde dann der Verein „Geistliches und Kulturelles Zentrum Kloster Kamp“ gegründet, um die lebendige Weiterentwicklung zu sichern.











