Gericht entscheidet einstimmig
Shakira bekommt 60 Millionen Euro vom Finanzamt zurück
18.05.2026 – 16:57 UhrLesedauer: 2 Min.
Acht Jahre lang kämpfte Shakira gegen spanische Steuerbehörden. Nun fällte das Oberste Gericht ein eindeutiges Urteil.
2018 beschuldigte der spanische Fiskus Shakira des Steuerbetrugs. Sie wehrte sich vor Gericht. Nun hat der Oberste Strafgerichtshof in Spanien die Sängerin vollständig freigesprochen. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, muss das spanische Finanzministerium der Kolumbianerin rund 60 Millionen Euro zurückzahlen, inklusive Zinsen und Prozesskosten.
Das Gericht stellte fest: Im Jahr 2011 war Shakira keine Steuerresidentin in Spanien. Sie hielt sich in jenem Jahr überwiegend im Ausland auf und gab 120 Konzerte in 37 Ländern. Die gesetzlich vorgeschriebene Mindestaufenthaltsdauer von 183 Tagen, ab der eine Steuerpflicht entsteht, war nach Überzeugung der Richter nicht erfüllt.
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Das Urteil revidiert einen Schuldspruch aus dem Jahr 2021, in dem Shakira wegen angeblichen Betrugs bei der Einkommen- und Vermögensteuer verurteilt worden war. Die Richter entschieden einstimmig: Shakira habe 2011 weder einen Wohnsitz noch Kinder oder einen Geschäftssitz in Spanien gehabt. Ihr Aufenthalt im Land habe höchstens 163 Tage betragen, einschließlich nachgewiesener und vermuteter Tage.
Damit hätten auch die nötigen beruflichen und familiären Bindungen gefehlt, um sie als Steuerinländerin einzustufen. Ihrem Anwaltsteam zufolge hatte die spanische Steuerbehörde sie dennoch dazu gezwungen, Steuern auf alle Einnahmen der Tournee zu zahlen, ohne ihre Ausgaben zu berücksichtigen.
Shakira spricht von „Zerstörung meines Rufs“
Das Gericht ordnete an, dass ihr etwa 24 Millionen Euro Einkommensteuer und eine Strafe von fast 25 Millionen Euro sowie weitere Nachzahlungen und Strafen erstattet werden – zuzüglich Zinsen.
Shakira zeigte sich nach dem Urteil erleichtert. Das Gericht habe endlich Klarheit geschaffen, nach Jahren „brutaler öffentlicher Bloßstellung, gezielter Kampagnen zur Zerstörung meines Rufs und schlafloser Nächte, die letztlich meine Gesundheit und das Wohlergehen meiner Familie beeinträchtigt haben“. Sie warf der Anklage zudem vor, ihre Prominenz ausgenutzt zu haben, um anderen Steuerzahlern zu drohen.
