Katharina Wackernagel
„Frauen über 40 haben nicht die gleichen Chancen“
18.05.2026 – 11:42 UhrLesedauer: 2 Min.

Seit über 30 Jahren ist Katharina Wackernagel im Filmgeschäft. Doch eine Sache hat sich seitdem kaum verändert, wie sie im Gespräch mit t-online berichtet.
Vielen Menschen ist Katharina Wackernagel als Kommissarin Nina Petersen in der ZDF-Krimireihe Stralsund bekannt. Doch die Schauspielerin ist vielseitig einsetzbar. So spielte sie schon in „Der Baader Meinhof Komplex“ und „Das Wunder von Bern“. Auch der „Tatort“ steht mehrmals in ihrer Filmografie. Über fehlende Rollenangebote scheint sie sich nicht beschweren zu können. Dennoch beklagt die 47-Jährige die fehlende Gleichberechtigung in der Branche.
„Frauen über 40 haben nicht die gleichen Chancen und auch nicht dieselbe Auftragslage wie Männer“, sagt sie im Interview mit t-online. „Es werden immer noch zu viele, eigentlich schon überholte Klischees in den Drehbüchern bedient.“ Wirft man einen Blick auf die Geschichten, die in Filmen erzählt werden, so sieht man tatsächlich, dass Frauen über 40 oftmals „nur“ Mütter oder Frauen an der Seite eines Mannes sind.
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Ein Gegenbeispiel bildet der ZDF-Herzkino-Film „Zwei am Zug“, in dem Wackernagel die Hauptrolle spielt. Ihre Figur möchte aus veralteten Konventionen ausbrechen. Jahrelang hat sie sich ihrem Mann und dessen Wünschen untergeordnet, war mehr Mutter und seine Ehefrau als sie selbst. „Die Frau, die ich in diesem Film spiele, stellt mit Mitte vierzig ihr Leben auf den Kopf und erfüllt sich einen Traum“, beschreibt Wackernagel ihre Filmfigur. „Mir gefällt diese Vorstellung und ich hoffe, dass der Film vielen Menschen Mut macht, ihren Träumen zu folgen. Egal, wie alt sie sind!“
„Ich fühle mich ja selbst viel jünger, als ich bin.“
Katharina Wackernagel
Im Film verliebt sich die von Wackernagel gespielte Sandra in den deutlich jüngeren Otis (gespielt von Rick Okon). Auf die Frage, ob ihr das selbst auch passieren könnte, antwortet Wackernagel ehrlich: „Selbstverständlich! Ich fühle mich ja selbst viel jünger, als ich bin.“
