Zum Abschied des aktuellen 208
Peugeot lässt das GTi-Label wieder aufleben
26.03.2025 – 14:43 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Peugeot 205 GTi gilt als Legende unter den sportlichen Kleinwagen. Nun soll das Sport-Kürzel nach jahrelanger Pause wieder aufleben, kündigt der Markenchef an.
Abschied und Neuanfang liegen manchmal dicht beieinander. Peugeot verabschiedet die aktuelle Generation des Kleinwagens 208 mit einer sportlichen GTi-Variante – und lässt damit das seit Jahren ruhende Label für Sportversionen wieder aufleben. Das hat der neue Markenchef Alain Favey nun angekündigt. Dies sei ein „Signal“, „was es bedeutet, sich mit unserer Vergangenheit, unserer Geschichte zu verbinden“, so Fevey laut „Ecomento“.
Angaben zum Antrieb machte er nicht, denkbar wäre eine rund 200 PS starke Variante des aktuellen Elektroantriebs. Laut dem Magazin „Autocar“ könnte der e-208 GTi den Antriebsstrang des Abarth 600e (wie Peugeot aus dem Stallantis-Konzern) verwenden, der in der Standardausführung 240 PS leistet.
Auch einen Zeitpunkt für die Markteinführung nannte Favey nicht. Da die neue Generation des 208 bereits für 2026 erwartet wird, dürfte das sportliche Abschiedsmodell allerdings bald starten.
Das Kürzel GTi (mit kleinem „i“, im Gegensatz übrigens zu Volkswagen, wo das „I“ großgeschrieben wird) hat bei den Franzosen eine lange Geschichte: 1984 brachte Peugeot den Kleinwagen 205 mit diesem Beinamen mit 105 PS auf den Markt, später gab es auch stärkere Versionen mit bis zu 130 PS. Das Erfolgsrezept war einfach: Der Kleinwagen mit seinen 800 bis 900 Kilogramm Gewicht und einer Außenlänge von nur 3,70 Metern war damit bestens motorisiert, schaffte mehr als 200 km/h in der Spitze und war auch noch für die Massen erschwinglich.
1990 kostete er neu 25.940 Euro, sein Verbrauch von rund 10 Litern auf 100 Kilometer war seinerzeit nicht ungewöhnlich. Verbreiterte und anders geschnittene Radhäuser, bis zu 15 Zoll große Räder, eine verbreiterte Hinterachse und teils Scheibenbremsen hinten führten dazu, dass der 205 GTi vor allem bei jungen Leuten Kultstatus hatte.
Bis 1993 wurde der 205 GTi gebaut, zuletzt kam das Label zwischen 2013 und 2018 in der ersten 208-Generation zum Einsatz, die mehr als 200 PS leistete. Danach war Schluss, es folgte das PSE-Label für sportliche Modelle, das bei Fans aber nicht dieselbe Wirkung hatte.
Ob es weitere neue GTi-Modelle geben wird, ließ Peugeot-Chef Favey offen. Auszuschließen sei es aber nicht. Denkbar ist auch, dass basierend auf dieser Technik von Opel ein entsprechendes Sportmodell auf Basis des Corsa erscheinen könnte – möglicherweise mit dem GSi- oder OPC-Label.