„Das haben wir auch gesehen“

Rostock-Fan stürzt von Tribüne – Polizei dementiert Tod


17.05.2026 – 09:19 UhrLesedauer: 1 Min.

Hansa-Fans schirmten den Blick auf den verunglückten Fan bestmöglich ab. (Quelle: IMAGO/Fabian Kleer/imago)

Das Drittliga-Duell zwischen Saarbrücken und Rostock wird von einem Zwischenfall auf der Tribüne überschattet. Die Polizei reagiert auf mutmaßliche Todesmeldungen auf Social Media.

Der 4:3-Auswärtssieg von Hansa Rostock beim 1. FC Saarbrücken ist von einem schweren Unglück überschattet worden. In der 75. Minute war ein Rostock-Fan von einem vom Zaun des Gästeblocks mehrere Meter tief gestürzt. Der Anhänger wurde unter anderem mit Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Bereits am frühen Sonntagmorgen verbreitete sich auf Instagram die Nachricht, dass der Fußballfan noch am Samstagabend verstorben sei. Die Polizei dementierte das gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“: „Das haben wir auch gesehen. Das ist aber nicht der Fall.“ Der Zustand sei weiterhin kritisch.

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Unklar ist bisher noch, wie es zu dem Sturz kam, die Ermittlungen der Polizei würden andauern. Die „Ostseezeitung“ beruft sich auf Augenzeugenberichte, wonach sich beide Fanlager mit Gesten und Parolen gegenseitig provoziert hätten. Zudem sollen auch Leuchtspuren Richtung Gästeblock geflogen sein. Nach dem Vorfall stellten beide Fangruppen ihre Unterstützung komplett ein. Zeitweise herrschte eine gespenstige Stille im Stadion. Einige Rostock-Fans schirmten den Verletzten mit ihren Bannern ab.

Saarbrücken-Trainer Giannikis Argirios und Rostocks Daniel Brinkmann reagierten auf der Pressekonferenz nach dem Spiel mit Genesungswünschen. „Die Daumen sind alle gedrückt. Auf dass das vernünftig ausgeht“, sagte der Hansa-Coach.

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