Argentinien-Trainer spricht über Trinkpausen bei der WM

Weltmeistertrainer Lionel Scaloni von Argentiniens Nationalmannschaft sieht in den Trinkpausen bei der WM einen Vorteil für die Underdogs. Die Hitze und die Erfrischungspausen könnten „der theoretisch schwächeren Mannschaft“ zugutekommen, sagte Scaloni vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Österreich.

Lionel Scaloni: Er ist der Nationaltrainer Argentiniens. (Quelle: IMAGO/Alexandra Fechete/SPP)

Auf dem Papier schlechtere Teams hätten durch die neue Regel „Zeit zur Erholung. Das gab es früher nicht“, so Scaloni. Auch deswegen gelte, dass „bei dieser Weltmeisterschaft zu sehen ist, dass es keine leichten Spiele mehr gibt“.

Argentiniens souveräner Auftakterfolg gegen Algerien (3:0) war noch von vergleichsweise milden Temperaturen begleitet worden. Bei einer Anstoßzeit um 20 Uhr Ortszeit und Temperaturen von rund 23 Grad Celsius in Kansas City hatte der Weltmeister keine erkennbaren Probleme.

WM-Teilnehmer hinterlässt Nachricht in der Kabine

Die iranische Nationalmannschaft hat sich nach dem torlosen Remis gegen Belgien in der WM-Vorrunde bei den Gastgebern in Los Angeles bedankt. „Wir sind mit Stolz nach Los Angeles gekommen, haben mit sportlichem Fair Play gekämpft und verlassen diese Stadt mit hocherhobenem Kopf. Los Angeles, vielen Dank für eure Gastfreundschaft“, hieß es in einer Nachricht, die das „Team Melli“ handschriftlich auf einer Tafel in der Kabine hinterließ und anschließend bei Telegram teilte.

Mehdi Taremi: Der Iraner hat mit seiner Mannschaft Chancen auf die K.o-Phase. (Quelle: IMAGO/Bai Xuefei)

Die Mannschaft bedankte sich auch bei „allen Iranern, die während dieser 180 Minuten mit ganzem Herzen, ihrer Stimme und ihrem ganzen Wesen für den Iran eingetreten sind“. Die Nachricht schließt mit der Botschaft: „Wir wünschen uns Frieden, Respekt und Freundschaft unter allen Nationen der Welt.“

Das iranische Team hatte bereits sein Auftaktspiel gegen Neuseeland (2:2) in LA ausgetragen, das Teamcamp liegt im mexikanischen Tijuana. Das Gruppenfinale gegen Ägypten am kommenden Samstag (5 Uhr im Liveticker bei t-online) findet in Seattle statt. Mit zwei Punkten hat die Auswahl vom Persischen Golf noch Chancen auf die K.-o.-Phase.

Regel: Warum sich Belgiens Trossard nicht behandeln ließ

Leandro Trossard lag mit großen Schmerzen auf dem Rasen, das medizinische Team der belgischen Fußball-Nationalmannschaft stand wenige Meter entfernt bereit – und doch kam die ärztliche Hilfe beim WM-Gruppenspiel gegen den Iran nicht zum Einsatz. Der Verzicht der Belgier hatte mit einer neuen Regel bei der Fußball-Weltmeisterschaft zu tun. Mehr dazu lesen Sie hier.

Iran: Auseinandersetzungen zwischen Ordnern und Fans

Beim zweiten Spiel des Iran bei der Fußball-WM ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Fans und Ordnungspersonal gekommen. Ein Mann versuchte, nach dem 0:0 gegen Belgien in Inglewood auf den Rasen zu gelangen, wie der Weltverband Fifa mitteilte. Wie auf Bildern zu sehen ist, trug er ein Shirt mit einem Aufdruck der iranischen Fahne aus der Zeit vor der Islamischen Revolution, die von der Fifa verboten wurde. Mehr dazu lesen Sie hier.

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