„So ehrlich darf man sein“

Nach 3:1-Sieg – Coach fällt vernichtendes Urteil über sein Team


10.08.2026 – 04:48 UhrLesedauer: 2 Min.

Unzufrieden trotz des 3:1-Sieges: Trainer Claus-Dieter Wollitz kritisiert die Mannschaftsleistung. (Quelle: Robert Michael/dpa)

Nach zwölf Jahren Abstinenz feiert Energie Cottbus eine erfolgreiche Rückkehr in die 2. Fußball-Bundesliga. Doch Trainer Wollitz spricht so, als hätte sein Team 0:5 verloren.

Trotz der erfolgreichen Rückkehr auf die Zweitliga-Bühne hat Trainer Claus-Dieter Wollitz den Auftritt des FC Energie Cottbus scharf kritisiert. Schon am ersten Spieltag ließ er kein gutes Haar an seinem Kader und stellte Forderungen in Richtung der Vereinsführung. „Wir stellen uns hierhin und sagen: Wir wollen Hurra-Fußball, wir wollen mutigen Fußball. Alles das ist nicht erkennbar. Eine etwas andere Art sollte man schon an den Tag legen, wenn man der Meinung ist, man muss zweite Liga spielen“, befand der 61-Jährige nach dem 3:1-Sieg gegen Hannover 96.

Nur weil die Niedersachsen Chancenwucher betrieben und Energie sich auf seinen herausragenden Torhüter Marcel Lotka verlassen konnte, gingen die Hausherren am Ende als glücklicher Sieger vom Platz. Tolcay Cigerci hatte per Freistoß und Foulelfmeter getroffen, Justin Butler nach einer Ecke.

Wollitz polterte gleich zu Beginn der Pressekonferenz los. Über die Leistung seiner Mannschaft fällte er ein vernichtendes Urteil. „Das ist nicht eine Berechtigung, in der 2. Bundesliga zu spielen, so wie wir heute Fußball gespielt haben“, bemängelte Wollitz. Dieses Spiel hätte nur eine Mannschaft gewinnen dürfen und das sei Hannover 96, so der Coach.

Wollitz braucht „mehr Sprit“

Der impulsive FCE-Coach warf seinen Schützlingen mangelnde Intensität und Körperlichkeit vor. „Wir haben weder Mut, wir haben weder Spielaufbau“, hatte Wollitz schon zuvor am Sky-Mikrofon erklärt. Der Fußball-Coach forderte mehr Gegenwehr und „mehr Sprit“. Erst nach der Halbzeit und mehreren Wechseln kamen die Brandenburger besser ins Spiel.

Wollitz hatte vor dem Saisonstart angekündigt, nicht von seiner Marschroute abweichen zu wollen und weiterhin Offensivfußball spielen zu lassen. „Nach draußen zu posaunen: wir wollen das spielen und wollen das spielen und das spielen und es ist einfach nicht erkennbar – jetzt gilt es darum, die Spieler zu finden oder auf die Platte zu bringen, die das können oder auf jeden Fall sich anders verhalten“, sagte Wollitz und ließ durchblicken, dass er sich mehr Neuzugänge wünsche.

Share.
Die mobile Version verlassen