
Pickel und Mitesser lindern
Die richtige Hautpflege bei Akne
06.01.2026 – 13:30 UhrLesedauer: 4 Min.
Mitesser, Eiterpickel und Hautrötungen sind typisch für Aknehaut. Eine sanfte Reinigung und die richtige Hautpflege wirken lindernd.
Akne (Acne vulgaris) gehört zu den häufigsten Hautkrankheiten. Eine übermäßige Talgproduktion, eine Verhornungsstörung im Bereich der Talgdrüsen und Entzündungsprozesse lassen Mitesser und entzündliche Pickel entstehen. Betroffen sind vor allem Gesicht, Brust, Rücken und Schultern. Dort gibt es besonders viele Talgdrüsen. Mit einer sanften Reinigung, einer nicht-komedogenen Pflege und speziellen Wirkstoffen lässt sich das Hautbild verbessern. Was gegen Pickel und Mitesser hilft – in der Eigenbehandlung und beim Arzt –, erfahren Sie im Folgenden.
Die Medizin unterscheidet zwischen leichter, mittelschwerer und schwerer Akne. Leichte Akne ist durch verstopfte Talgdrüsen (Mitesser, Komedonen) und wenige Aknepickel gekennzeichnet. Mittelschwere Akne zeigt sich durch deutlich mehr Aknepickel. Auf der Haut sind neben Mitessern auch Papeln (kleine Knötchen) und Pusteln (Pickel mit Eiteransammlungen) sichtbar.
Bei schwerer Akne leiden die Betroffenen unter ausgeprägten Entzündungsprozessen der Haut. Es bilden sich sehr viele Papeln und Pusteln. Zusätzlich entstehen Knoten in der Haut. Die Knoten sind oft rötlich verfärbt und schmerzen. Es können sichtbare Aknenarben zurückbleiben.
Die genauen Ursachen für die Entstehung der Akne sind noch nicht ganz geklärt. Eine wichtige Rolle spielen die genetische Veranlagung sowie hormonelle Umstellungen. Akne tritt meist in der Pubertät zum ersten Mal auf. Durch die hormonelle Umstellung im Körper bilden die Talgdrüsen mehr Fett.
Zugleich kommt es bei Akne zu einer Verhornungsstörung. Am Ausgang der Talgdrüsen bildet sich eine Hornschicht. Der Talg kann nicht mehr abfließen und sammelt sich in den Poren an. Sie werden größer – und Mitesser sichtbar. Zugleich vermehren sich Bakterien wie Proprionibakterien in der Pore. Das Immunsystem reagiert mit Entzündungsprozessen. Eitrige Aknepickel entstehen.
Die Akne-Therapie hat das Ziel, die Poren offen zu halten, Entzündungen zu lindern, die Talgproduktion zu regulieren und die Hautbarriere zu stabilisieren. Ein erster, wichtiger Schritt ist eine gründliche, aber dennoch sanfte Reinigung der Haut. Empfohlen ist, die Haut morgens und abends mit einem seifenfreien, auf den pH-Wert der Haut abgestimmten Tensid zu säubern. So wird überschüssiges Fett sanft entfernt, ohne die Haut auszutrocknen oder unnötig zu reizen.
Im zweiten Schritt braucht es eine auf die Bedürfnisse von unreiner Haut angepasste Hautpflege. Aknehaut braucht viel Feuchtigkeit. Gut geeignet sind leichte Öl-in-Wasser-Emulsionen oder feuchtigkeitsspeichernde Gele, welche die Poren nicht verstopfen, also nicht-komedogen sind. Die Pflege nach der Gesichtsreinigung sanft in die Haut einmassieren.
Medizinische Reinigungsmittel sowie Gesichtsgele und -cremes gegen Akne enthalten spezielle Wirkstoffe, die helfen, das Hautbild zu verbessern. Dazu gehören beispielsweise:
Welche Wirkstoffe in welcher Konzentration helfen, ist unter anderem abhängig vom Schweregrad der Akne und vom Hauttyp. Während sich leichte Akne oft mit einer frei verkäuflichen Pflege lindern lässt, ist bei mittelschwerer und schwerer Akne eine ärztliche Behandlung empfohlen.











