
„Wir sind alle entsetzt“
Unbekannte sabotieren mehrere Rettungswagen – Unfälle
16.01.2026 – 16:19 UhrLesedauer: 1 Min.
Zwei Rettungswagen verlieren während der Fahrt ihre Hinterräder. Jetzt ermittelt die Polizei gegen Unbekannt – wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.
Im niedersächsischen Landkreis Schaumburg sind zwei Rettungswagen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) wegen lockerer Radmuttern verunglückt. Wie die Polizei mitteilte, gab es dabei keine Verletzten. Die Behörde ermittelt nun gegen Unbekannt.
Die Vorfälle ereigneten sich am Donnerstag in Obernkirchen und Rodenberg. Insgesamt waren bei den Unfällen vier Sanitäter und ein Patient in den beiden Rettungswagen, erklärte Bernd Gerberding, der Geschäftsführer des Rettungsdienstes. Bei beiden Fahrzeugen seien während der Fahrt die Zwillingsreifen auf der linken Seite der Hinterachse abgefallen. Nach dem Verlust der Räder fuhren die Fahrzeuge auf der Achse weiter, bis sie zum Stehen gebracht werden konnten.
Wie Gerberding,dem NDR erklärt, ist die Faktenlage für ihn eindeutig: „Ich schließe einen Zufall aus.“ Die Täter hätten „billigend den Tod von Menschen riskiert“ – er betont: „Wir sind alle entsetzt“.
Die Polizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Bei einer anschließenden Kontrolle der Fahrzeugflotte entdeckte das DRK auch an einem dritten Rettungswagen gelockerte Radmuttern.
Der Rettungsdienst hat inzwischen Anzeige erstattet. Laut DRK wurden Vorkehrungen getroffen, um die Fahrzeuge in Zukunft besser zu sichern.










