Rentenhöhe ändert sich
Wichtige Post für Rentner – das steht drin
Aktualisiert am 29.06.2026 – 16:16 UhrLesedauer: 2 Min.

Bis Mitte Juli sollten Rentner einen Brief von der Deutschen Rentenversicherung erhalten. Grund ist die jährliche Rentenanpassung.
Zum 1. Juli 2026 steigen die gesetzlichen Renten in ganz Deutschland um 4,24 Prozent – Altersrentner, Erwerbsminderungsrentner und Hinterbliebenenrentner bekommen dann also monatlich ein paar Euro mehr überwiesen. Wie viel genau, haben wir Ihnen hier beispielhaft ausgerechnet.
Wer eine Rente bezieht, wird über die Erhöhung automatisch informiert: Zwischen dem 13. Juni und dem 24. Juli verschickt der Renten Service der Deutschen Post die sogenannten Rentenanpassungsmitteilungen im Auftrag der Deutschen Rentenversicherung. Darin steht, wie viel Rente Sie künftig erhalten – und ab wann der neue Betrag überwiesen wird. Denn das geschieht nicht bei allen Rentnern zum gleichen Termin.
Wer bis Ende Juli keine Mitteilung erhalten hat und diese benötigt, sollte sich an seinen Rentenversicherungsträger wenden. Sie können Ihre individuelle Rentenanpassung in Form einer Rentenbezugsbescheinigung aber auch digital über die Online-Services der Deutschen Rentenversicherung anfordern. Das Rentenplus sollte grundsätzlich auch ohne Mitteilung automatisch auf Ihrem Konto landen.
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Die Rentenanpassungen dürften künftig übrigens nicht mehr ganz so hoch ausfallen wie derzeit. Denn die schwarz-rote Bundesregierung hat angekündigt, die Empfehlungen der Rentenkommission für Reformen vollständig umsetzen zu wollen. Dazu zählt auch, dass bei der jährlichen Rentenanpassung der sogenannte Nachhaltigkeitsfaktor ab 2032 wieder greifen und sogar verschärft werden soll. Dadurch würden die Renten zwar weiterhin steigen, aber langsamer als die Löhne.
Der Nachhaltigkeitsfaktor führt dazu, dass die Renten etwas langsamer steigen, wenn sich das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentnern verschlechtert. Damit werden die Kosten des demografischen Wandels nicht allein über steigende Rentenbeiträge auf die Arbeitnehmer abgewälzt. Diese Wirkung des Nachhaltigkeitsfaktors ist jedoch bis 2031 ausgesetzt, da die Koalition das Rentenniveau bis zu diesem Zeitpunkt bei 48 Prozent stabilisiert hat.
Das Rentenniveau beschreibt, wie hoch die Rente eines Durchschnittsrentners im Verhältnis zum Durchschnittseinkommen ist. Fällt das Rentenniveau aufgrund des demografischen Wandels unter die Marke von 48 Prozent, müssen die Renten per Gesetz so weit erhöht werden, bis die 48 Prozent wieder erreicht sind. Das passiert aktuell. Die Renten steigen also stärker, als sie es eigentlich laut der Rentenanpassungsformel dürften. Ab 2032 soll sich das wieder ändern.











