Kultfuchs im Remake
„Star Fox“ im Test: Ein starker Rückflug mit Sicherheitsgurt
24.06.2026 – 14:00 UhrLesedauer: 4 Min.

Fox McCloud ist zurück. Nintendo bringt den umtriebigen Weltraumsöldner nach fast 30 Jahren als Neufassung auf die Switch 2. Ob das Spiel überzeugt, zeigt unser Test.
Ursprünglich ist „Star Fox“ in Europa 1997 als „Lylat Wars“ für Nintendo 64 erschienen. Der kultige Held Fox McCloud – eine Fuchsfigur – ballerte sich in seinem Raumschiff schnell in die Herzen der Nintendo-Fans, wenn er auch nicht in die Sphären eines Super Mario aufsteigen konnte.
Story: Dünne Hintergrundgeschichte
Fox McCloud ist der Anführer einer Söldnertruppe, die gegen Bezahlung in ihre Kampfraumschiffe („Arwings“) steigt und ihre Auftraggeber gegen Feinde verteidigt oder Kriege für sie ausficht. Eine dieser Missionen bringt Fox und seinen tierischen Haufen, zu dem unter anderem ein Frosch, ein Hase und Falco als großspuriger Vogelpilot gehören, ins Lylat-System. Ihr Auftrag lautet, verschiedene Planeten von fremden Aggressoren zu befreien, die vom verrückten Wissenschaftler Dr. Andross angeführt werden – womit die eher dünne Hintergrundgeschichte von „Star Fox“ auch schon erzählt ist.
Gameplay: Nichts für Anfänger
Bei „Star Fox“ handelt es sich um einen sogenannten „Rail Shooter“, weil der Spieler quasi wie auf Schienen durch die Level geführt wird, ohne dass man diese Route grundlegend beeinflussen könnte. Hier und da bleibt einem die Entscheidung überlassen, ob der linke oder rechte Abzweig gewählt wird. Das Raumschiff fliegt also selbsttätig durch ein sich stetig veränderndes Missionsgebiet vorwärts, während Angreifer, verschiedene Verteidigungsanlagen oder Raketen aus allen Richtungen versuchen, Fox abzuschießen.
Um diesen Gefahren zu begegnen, steht ein breit gefächertes Arsenal an eigenen Waffensystemen und Fertigkeiten bereit – denen eine ebenso komplexe Handhabung zugrunde liegt. Die Umsetzung der Steuerung ist gelungen, doch sie zu meistern ist quasi der Kern der Herausforderung von „Star Fox“ und für Anfänger aufgrund der hohen Komplexität nicht gerade einfach.
Turbo-Antrieb, Abbremsen, Laserkanone im Dauerfeuer oder zielgerichtet, Bombenabwurf, Looping oder Wende – die Möglichkeiten, auf die unzähligen Bedrohungen zu reagieren, sind vielfältig. Im besten Fall sollten Spieler die verschiedenen Fähigkeiten schnell und clever miteinander kombinieren, um gefährliche Labyrinthe oder verschachtelte und mit Fallen gespickte Kampfstationen zu überleben. Zwar kämpfen im Solo-Modus theoretisch bis zu drei computergesteuerte Staffel-Kollegen an der Seite des flinken Fuchses, doch in der Praxis ist er es allein, der die Gegner vom Himmel holt oder gar seine Kumpanen retten muss.
Kampfsystem: Schnelle Reflexe und Multitasking
Nur selten, etwa bei Begegnungen mit Endgegnern oder wenn alternative Wege zu Bonus-Missionen locken, weicht das Spiel von den starren Pfaden ab. Dann gelangt man in etwas weitläufigere Arenen, in denen neben schnellen Reflexen und dem Abschießen von unterschiedlichen Bedrohungen auch das fliegerische Können eine größere Rolle spielt. Hier versucht Fox, mit geschickten Wendemanövern oder Loopings hinter seine Kontrahenten zu gelangen, um gezielt das Feuer eröffnen zu können.
