
Neuer Boom
Diese Wohnmobile liegen jetzt voll im Trend
21.01.2026 – 15:08 UhrLesedauer: 2 Min.
Immer mehr Camper tauschen das Gespann gegen ein Wohnmobil. Neue Branchenzahlen offenbaren einen tiefen Bruch: Während Caravans massiv verlieren, erreichen Reisemobile einen neuen Höchststand.
Die Deutschen lieben das Campen weiterhin, aber sie wollen nicht mehr rangieren und ankuppeln. Sie wollen einsteigen und losfahren. Reisemobile ersetzen deshalb immer mehr das Gespann. Allerdings: Auch der Wohnwagen hat einige handfeste Vorteile.
Motorisierte Reisemobile verkaufen sich so gut wie noch nie. Dank eines starken Dezembers stiegen die Neuzulassungen allein im Jahr 2025 auf 75.368 Fahrzeuge. Das ist ein neuer historischer Rekord (die boomenden Corona-Sonderjahre ausgenommen).
Der klassische Wohnanhänger verliert hingegen dramatisch an Boden. Im vergangenen Jahr rollten nur 18.766 neue Caravans auf die Straße – ein Minus von 13,4 Prozent. Damit nähert sich die Branche dem historischen Tiefpunkt von 2010.
Der Trend lässt sich in ganz Europa konstatieren:
Die eiserne Ausnahme: Einzig die Niederlande melden noch ein Plus. Manche Klischees erweisen sich eben als krisenfest.
Der Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verbands e. V., Daniel Onggowinarso, gibt zu: Die Hersteller haben teils am Bedarf vorbeiproduziert. Diese Überkapazitäten drücken nun massiv auf die Preise. Sonderangebote und Nachlässe sind so wahrscheinlich wie schon lange nicht mehr.
Mit gut 94.000 Neuzulassungen bleibt Deutschland trotz eines Minus von 2,3 Prozent die unangefochtene Nummer eins in Europa, weit vor Frankreich und Großbritannien. Vor allem private Kunden retten die Bilanz der Branche. Dass der Gesamtmarkt dennoch leicht schrumpfte, liegt an den Vermietern: Sie behalten ihre Flotten derzeit länger und kauften fast zehn Prozent weniger Neufahrzeuge ein.










