
Verheerende Brände in Südamerika
„Wie eine Bombe“: Menschenmassen werden evakuiert
Aktualisiert am 19.01.2026 – 12:10 UhrLesedauer: 2 Min.
In Chile wüten verheerende Waldbrände und zerstören ganze Städte. Der chilenische Präsident ruft den Notstand aus.
Im Zentrum von Chile sind am Wochenende schwere Waldbrände ausgebrochen. Wie der chilenische Sicherheitsminister Luis Cordero mitteilte, gebe es bereits 19 bestätigte Todesopfer. Etwa 50.000 Bewohner der Regionen Biobío und Ñuble mussten wegen der seit zwei Tagen anhaltenden Brände ihre Häuser verlassen. Chiles Präsident Gabriel Boric rief für die Regionen den Notstand aus.
Bislang sollen durch die Feuer über 320 Häuser zerstört worden sein. Insgesamt gibt es laut den Behörden mehr als 20 verschiedene Brandherde. Lokale Behörden sprechen auch von „Megafeuern“.
Insgesamt sind in Chile rund 4.000 Feuerwehrleute im Einsatz, zudem helfen Soldaten. Präsident Boric kündigte für betroffene Städte eine Ausgangssperre an.
Die aktuellen Waldbrände in Chile gelten als besonders verheerend und springen auch auf Wohngebiete über. Ein Anwohner aus der Ortschaft Lirquén erklärte dem Radiosender Cooperativa: „Alles ist verbrannt. Das Feuer ist bis zum Meer vorgedrungen. Das habe ich noch nie gesehen“.
Ein anderer Anwohner erzählte dem Radiosender, das Feuer sei plötzlich und ohne Ankündigung da gewesen. Die meisten Personen seien nicht in der Lage gewesen, Teile ihres Besitzes zu retten.
„Lirquén war früher eine sehr schöne Stadt,“ erklärte ein weiterer Bewohner. Er fügte hinzu: „Aber heute sieht es aus, als wäre eine Bombe darauf gefallen.“ Es sei nicht vorstellbar, wie die Bewohner wieder in den Alltag zurückkehren könnten.











