Elfmeterdrama im Pokalfinale
Ex-Bundesligacoach jubelt – Atlético am Boden
19.04.2026 – 08:32 UhrLesedauer: 2 Min.
Real Sociedad trifft im Pokalfinale nach wenigen Sekunden und gewinnt am Ende im Elfmeterschießen. Trainer Matarazzo schreibt dabei Geschichte.
Mit einem Blitztor hat Real Sociedad San Sebastián am Samstagabend das Finale der Copa del Rey gegen Atlético Madrid eröffnet – und am Ende mit 4:3 im Elfmeterschießen gewonnen. Für Trainer Pellegrino Matarazzo war es der erste Titelgewinn als Chefcoach überhaupt. Und: Er ist der erste US-amerikanische Trainer, der einen Titel in einer europäischen Top-5-Liga gewinnen kann.
Der 48-Jährige hatte den Job bei Real Sociedad kurz vor dem Jahreswechsel angetreten. Zuvor trainierte er in der Bundesliga die TSG Hoffenheim und den VfB Stuttgart. Sein Co-Trainer in Spanien ist der frühere Bundesligaprofi Ömer Toprak (SC Freiburg, Bayer Leverkusen, BVB, Werder Bremen).
Im Olympiastadion von Sevilla erzielte Ander Barrenetxea per Kopf bereits nach 14 Sekunden die Führung. Schneller hat noch nie ein Spieler im spanischen Pokalfinale getroffen. Der bisherige Rekord stammte aus dem Jahr 1952 und hatte bei 17 Sekunden gelegen.
Atlético glich durch den früheren Leipziger Ademola Lookman aus (19. Minute). Kurz vor der Pause stellte Kapitän Mikel Oyarzabal per Foulelfmeter auf 2:1 für Real Sociedad (45.+1). In der zweiten Hälfte rannte Atlético an. Der argentinische Weltmeister Julián Álvarez belohnte den Hauptstadtklub für seinen Aufwand mit einem sehenswerten Tor zum 2:2 (83.).
Die Verlängerung wurde teilweise zu einem offenen Schlagabtausch, brachte aber keine Entscheidung. Im anschließenden Elfmeterschießen behielt Real Sociedad dann die Oberhand. Torwart Unai Marrero avancierte mit zwei gehaltenen Versuchen zum Helden von „La Real“. Alexander Sørloth und Álvarez konnten den Schlussmann nicht vom Punkt überwinden.
Für Real Sociedad war es der vierte Pokaltitel der Vereinsgeschichte – nach 1909, 1987 und zuletzt 2020. Atlético, zehnmaliger Pokalsieger, wartet seit 2013 auf den nächsten Triumph. Nach der Pleite flossen bei einigen Spielern und den Fans auf den Tribünen dementsprechend die Tränen.
Noch haben die „Rojiblancos“ in dieser Saison aber die Chance auf den ganz großen Wurf. Atlético steht im Halbfinale der Champions League, trifft dort im Hinspiel Ende des Monats auf den FC Arsenal. Das Rückspiel findet Anfang Mai statt.












