
Verstöße gegen EU-Embargo
Razzia und fünf Festnahmen wegen Exporten nach Russland
02.02.2026 – 10:13 UhrLesedauer: 1 Min.
Ermittler sind gegen ein mutmaßliches Beschaffungsnetzwerk für die russische Industrie vorgegangen. Die Bundesanwaltschaft spricht von systematischen Verstößen gegen das Außenwirtschaftsgesetz in Millionenhöhe.
Die Bundesanwaltschaft hat am Montag fünf mutmaßliche Mitglieder einer kriminellen Vereinigung festnehmen lassen, die trotz EU-Embargos Güter nach Russland exportiert haben sollen. Die Festnahmen erfolgten in Lübeck und im Kreis Herzogtum Lauenburg, wie die Behörde mitteilte. Grundlage waren Haftbefehle des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs.
Festgenommen wurden der deutsch-ukrainische Staatsangehörige Artem I., die deutschen Staatsangehörigen Boris M. und Eugen R. sowie der deutsch-russische Staatsangehörige Nikita S. Vorläufig festgenommen wurde zudem der deutsch-russische Staatsangehörige Daniel A. Zeitgleich durchsuchten Ermittler weitere Objekte in Frankfurt am Main, im Landkreis Nordwestmecklenburg, in Nürnberg und im Kreis Ostholstein. Die Maßnahmen richten sich auch gegen fünf weitere Beschuldigte, die auf freiem Fuß sind.
Die Beschuldigten stehen im Verdacht, gewerbs- und bandenmäßig gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen zu haben. Konkret sollen sie Embargobestimmungen der Europäischen Union umgangen haben, die seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gelten. Die Bundesanwaltschaft wirft ihnen zudem die Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vor.











